In der DDR sei sie mit Brigitte Bardot verglichen worden und im Westen mit Uschi Glas, heißt es in dem Buch. Als Domröse mit ihrem Mann Thate schließlich in den Westen ging, wurde sie immer wieder von Reportern aufgefordert, sich zur DDR zu positionieren. Domröse war dabei nach eigenen Angaben vieles zu schwarz-weiß. "Darf, wer unter der DDR gelitten hat, nicht um sie trauern? Um den Funken Utopie, den sie in sich trug?"
Eine Wohnung mit vielen Büchern
Im Westen Berlins lebte Domröse dann sehr lange, in einer Altbauwohnung mit vielen Büchern. "Manches ist jetzt schöner, gelassener", sagte sie in dem Gespräch 2021. Wenn man jung sei und im Zenit stehe, habe man auch einen gewissen Trott. "Text lernen, Rolle proben, Freundschaften schließen, Freundschaften brechen, lieben, unglücklich sein."
Sie denke nicht mehr so oft zurück. Sie lese nun viel - über die Antike zum Beispiel. In jungen Jahren neige man ja dazu, die eigene Zeit immer für die interessanteste zu halten. Dabei habe es doch vieles schon früher gegeben.
Einen solchen Erfolg wie mit der "Paula" habe sie nie wieder gehabt, sagte Domröse damals. "Und ich hatte doch eine ganze Menge, ich kann mich nicht beschweren." Wenn andere Generationen heute noch sagten, sie verstünden den Film und fänden ihn interessant, dann sei das eine Erfüllung.