Es ist ein bisschen so, als wäre alle 20 Minuten Silvester. In verlässlicher Regelmäßigkeit schießen feurige Lavafontänen wie gigantische Sternspritzer hundert oder 200 Meter hoch aus den Kratern des Stromboli. Diesem Treiben hautnah zuzusehen – dazu braucht es sicherlich ein Quäntchen Mut und in jedem Fall körperliche Ausdauer. Sabine Nuber hat den schweißtreibenden Anstieg über 800 Höhenmeter, entlang von Aschefeldern, tiefen Schluchten und pyramidenartigen Lava- und Schlackehügeln geschafft. Sie ist am Ziel. Über ihr der vom Sonnenuntergang rot gefärbte Himmel, vor ihr das weite Tyrrhenische Meer mit dem malerischen äolischen Archipel und unter ihr der schnaufende, prustende, gurgelnde und stöhnende Berg.