Vor dem Abflug erinnerte Orban daran, dass ihm US-Präsident Trump eine Ausnahme von den Sanktionen gegen russische Energieunternehmen genehmigt hatte. "Das ist uns gelungen, was großartig ist. Jetzt brauchen wir nur noch Gas und Öl, und die können wir von den Russen kaufen. Deshalb reise ich dorthin, um sicherzustellen, dass Ungarns Energieversorgung für den Winter und das kommende Jahr zu einem erschwinglichen Preis gesichert ist", sagte Orban.
Nicht die erste Reise nach Moskau
Orban hatte Putin zuletzt im Juli 2024 im Kreml besucht - wenige Tage nach seiner ersten Reise nach Kiew seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Den Aufenthalt in Russland inszenierte er damals als Friedensmission.
Er pflegt seit etwa zehn Jahren gute Kontakte zum Kremlchef.
Ungarn ist neben der Slowakei das einzige EU-Land, das noch Rohöl aus Russland bezieht. Anders als die anderen EU-Länder, mit Ausnahme der Slowakei, ist Ungarn in hohem Maße von russischen Erdgaslieferungen abhängig.