Kiew stellt nach Blackout Heizungsversorgung wieder her
Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es indes nicht. Allerdings kam es am Samstag zu einem Blackout durch einen Ausfall von Leitungen. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung dauerten auch am Sonntag an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am Morgen noch rund 1.000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung – nach 3.500 Häusern am Vorabend. Auch alle Linien der Metro seien nach dem Ausfall am Samstag wieder in Betrieb, hieß es.
Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen sowie regionale und lokale Behörden gewesen. "Die Ursachen werden derzeit untersucht", sagte Selenskyj.
Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff", sagte Selenskyj. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht. Das Energiesystem der Ukraine ist vor allem nach den vielen russischen Angriffen schwer beschädigt.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.