Die jüngste Eskalation zwischen den beiden Kriegsparteien hatte zuletzt die Sorge vor weiteren Spannungen auch zwischen der libanesischen Hisbollah und Israel geschürt. Auch wenn die Gespräche zuletzt zu einem Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon geführt hatten und darin auch ein Truppenabzug sowie die Entwaffnung der Miliz vereinbart wurden, könnte der israelische Abzug Beobachtern zufolge noch Monate oder länger dauern.
Einen Zeitplan gibt es nicht. Am Montag wurden erste sogenannte Pilotzonen im Südlibanon etabliert. Sie gelten als Testlauf für einen weiteren Abzug der Israelis. Die libanesischen Streitkräfte sollen dort die Kontrolle übernehmen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die derzeitige Waffenruhe soll eine Grundlage für einen dauerhaften Frieden zwischen den verfeindeten Nachbarländern Israel und Libanon schaffen.
Derweil sind die Aussichten auf Frieden auch im Krieg zwischen den USA und dem Iran weiter ungewiss. Trotz der laufenden Bemühungen um eine neue Waffenruhe ist unklar, ob eine der beiden Seiten bereit sein wird, eine erneute Einstellung der Kämpfe zu akzeptieren. US-Medien berichten, dass die USA vielmehr weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Der iranische Chefverhandler Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb dazu auf X, dies zeige, dass es den USA nicht ernst damit sei, den Krieg beenden zu wollen.