Die Umfrage der Woche Einfach heiraten können – wie finden Sie das?

Kein großer Stress im Vorfeld und kaum Kosten – die evangelische Kirche traut oder segnet jeden, der will. Nächste Woche auch wieder in Rödental. Ein Schritt in die Zukunft?

Vor dem Tausch der Ringe gibt es meist viel zu erledigen. Und das kann richtig ins Geld gehen. Bei „Einfach heiraten“ ist das anders. Foto: picture alliance / imageBROKER

Hochzeiten sind oft ein Megastress. Im Vorfeld muss geplant und ausgesucht, dann eingeladen und ein große Fest ausgerichtet werden. Doch muss das eigentlich alles sein. Am Ende kann jeder selbst entscheiden, wie der Hochzeitstag auszusehen hat. Und vielleicht will man ja auch gar nicht amtlich vor den Traualtar treten, hätte aber gerne einen Segen für die Verbindung?

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Seit einigen Jahren machen die evangelischen Kirchen in ganz Deutschland so etwas möglich. In Bayern nennt sich die Aktion „Einfach heiraten“ und findet am nächsten Freitag, 26. Juni, erstmals in der Christuskirche in Mönchröden (Rödental) statt.

Zwischen 10 und 18 Uhr ermöglicht das Dekanat Coburg heiraten auf ganz einfache Weise. Man muss nur in der Kirche vorbeischauen und kann sich spontan das Ja-Wort geben. Dies gibt es in unterschiedlichen Formen. Wer getraut werden will, muss seine standesamtliche Eheurkunde mitbringen – und einer von beiden muss evangelisch sein. Für eine Segnung gibt es keine Bedingungen.

Wird die Ehe so verramscht?

Eine Segensfeier dauert rund 20 Minuten. Kosten fallen – bis auf Fotos, die dort auf Wunsch gemacht werden – keine an. Die Dekanatsmitarbeiter kümmern sich um den passenden Rahmen mit Deko, Musik und auch etwas zum Anstoßen. Für die Kirche sind solche Angebote eine Möglichkeit, wieder mehr Menschen zu erreichen. Dementsprechend gut werden die Aktionen auch angenommen. Andere hingegen üben Kritik, die Ehe werde verramscht.

Wie stehen die Leserinnen und Leser zur bayernweiten Aktion „Einfach heiraten“? Das will die Redaktion in der Umfrage der Woche wissen. Machen Sie mit oder diskutieren Sie in der NP-Community „Plural“, indem Sie auf den „Jetzt kommentieren“-Button oben klicken oder direkt auf plural.place gehen.