Diskussion um Nikolaus Fey Eberner SPD positioniert sich

Welche Zukunft hat die Nikolaus-Fey-Straße in Ebern? Foto: Tanja Kaufmann

Soll die Nikolaus-Fey-Straße in Ebern umbenannt werden? Die Eberner SPD will zumindest eine kritische Auseinandersetzung mit dem Namenspaten, der als überzeugter Nationalsozialist gilt.

Ebern - Soll die Nikolaus-Fey-Straße in Ebern umbenannt werden? Diese Frage warf die Neue Presse in ihrer Samstagsausgabe auf. Eine Würzburger Kommission hatte herausgefunden, dass der unterfränkische Heimatdichter aktiv an der Ausgestaltung nationalsozialistischer Propagandainszenierungen mitgewirkt und von der NS-Herrschaft persönlich profitiert hat, also als „überzeugter Nationalsozialist anzusehen sei“ (die NP berichtete). In Ebern hatte sich bereits Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) für eine Umbenennung der Straße ausgesprochen, in der er auch selbst wohnt. Nun positioniert sich auch die Eberner SPD, wie Eckart Roeß mitteilt. Der Ortsvereins-Vorsitzende schlägt vor, dass sich auch die Stadt Ebern einer offenen Diskussion über den Namensgeber Nikolaus Fey stellen und sich „sachlich kritisch mit der Person Nikolaus Fey auseinandersetzen“ solle. Laut Roeß sollen dazu zum einem die Anwohner durch eine Befragung aktiv in die Diskussion mit eingebunden werden. Zudem wolle man eine Stellungnahme durch Kreisheimatpflegerin Christiane Tangermann einholen, und eine Expertenrunde installieren, um eventuelle weitere vorbelastete Straßennamen zu erfassen.

Ein Vorschlag den die Eberner SPD erarbeitet hat und der zur jüngsten Vorstandssitzung durch SPD-Urgestein Ernst Harnold präsentiert wurde, wäre, Informationstafeln zu Straßennamen mit bedenklichen Namensgebern aufzustellen.

Bürgermeister Jürgen Hennemann nimmt den Vorstoß der Eberner SPD gerne auf und stellt gemeinsam mit Eckart Roeß klar, dass „die SPD schon immer einen sehr kritischen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit hat und sich entschlossen gegen rechtes Gedankengut positioniert“.

Autor

 

Bilder