Dörfles-Esbachs Weg zur Klimaschule Junge Stimmen für eine bessere Welt

Seit Jahren sind Klimaschutz und Umwelt an der Emil-Fischer-Grundschule ein wichtiges Thema. Jetzt ist dort ein weiterer Schritt getan.

Die Sonne ist traurig. Die Tiere im Wald sind es auch. Sie finden keine Nahrung mehr. Alles wird zugebaut und betoniert, der Mensch macht vieles kaputt. Aber: Die Kinder 2d an der Grundschule in Dörfles-Esbach wehren sich gegen das, was sie mit ihrem Theaterstück „Klimahelden – wir retten die Welt“ unter der Leitung von Nicole Strehl zum Ausdruck gebracht haben. Und nicht nur sie. Aktiv und sehr engagiert setzen sich Schüler aller Jahrgangsstufen einschließlich Kollegium bereits seit Jahren für den Umweltschutz ein, wofür die Lehreinrichtung auch im Schuljahr 2020/21 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/ Internationale Nachhaltigkeitsschule“ vom LBV erhalten hat.

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Nun geht es in die nächste Runde und die Emil-Fischer-Grundschule bewirbt sich um die Anerkennung zur „Klimaschule“ durch die Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus sowie für Umwelt und Verbraucherschutz. „Im Grunde ist mir das Zertifikat an sich nicht so wichtig, aber es ist immens wichtig, dass wir etwas tun“, erklärt Schulleiterin Kristin Jahn. Das Theaterstück ist Teil der Auftaktveranstaltung, die von den Ministerien im Rahmen der Bewerbung vorgeschrieben ist. Dahinter liegen bereits zahlreiche ausgefüllte Papiere mit Daten.

Die Klimaspürnasen

„Es gibt drei Bewerbungsstufen“, erläutert Kristin Jahn, „im vergangenen Jahr haben wir uns angemeldet und hatten ein Jahr Zeit, unseren ökologischen Fußabtritt und unfassbar viele andere Werte zu errechnen. Der zweite Schritt besteht aus dem Festlegen der Klimaziele.“ In Dörfles-Esbach beispielsweise sei eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Schulturnhalle geplant. Diese Ziele müssten dann abgearbeitet werden und als Bestandsaufnahmen weitergegeben. Im September, zu Beginn des neuen Schuljahres, sind dann die Rückmeldung der Ministerien und sicherlich auch die Auszeichnung zu erwarten.

„Wir müssen diesen Weg gehen“, ist Kristin Jahn der festen Überzeugung, „und den jungen Menschen die Wichtigkeit des Klimaschutzes mitgeben.“ An ihrer Schule haben sie und ihre Kollegen dies offensichtlich erreicht. „Wir sind Klimadetektive“, erzählen Emily und Lea aus der 4a stolz, „wir erinnern immer daran, beim Verlassen des Klassenzimmers, die Whiteboards in den Energiesparmodus zu schalten, kontrollieren, ob die Lichter aus sind und dass kein Wasserhahn tropft.“ Plastikfolie statt Brotdose ist ebenso verpönt und wird genauso angesprochen wie die richtige Mülltrennung.

„Wir sind kleine Helden, wir schaffen das genau“

„Wir finden das super, was wir machen und auch ganz wichtig“, sind sich Emma und Finn einig, „und Spaß macht es auch noch.“ An der Emil-Fischer-Grundschule laufen noch weitere zahlreiche Projekte, die Viertklässler, zum Beispiel, haben mit ihrer Klassenlehrerin Martina Lilge und Steffi Rohdenburg vom Bürgerkreis Umwelt Lautertal besondere Samenmurmeln gebastelt, die als kleine und hübsche Geschenke bei der Auftaktveranstaltung verteilt wurden. „Wir waren aber auch schon in Dörfles unterwegs und haben Müll gesammelt“, berichten die Viertklässler.

In der Aula der Schule sind Plakatwände mit Informationen rund um den Klimawandel und dessen Folgen aufgestellt. Auch hier werden die Viertklässler von Martina Lilge tätig und bieten für die jüngeren Jahrgangsstufen Führungen an: „Damit diese auch alles verstehen.“ So wird wunderbar gelebt, was fast die ganze Schulfamilie lauthals in dem Song „Klimahelden“ zum Besten gibt: „Zusammen sind wir stark und sind mutig und schlau. Wir sind kleine Helden, wir schaffen das genau.“