„Friedhofsstimmung“ herrschte jedoch nicht, eher eine Aufbruchstimmung, die lautstark zu den Reden der Gewerkschaftsvertreter zu hören war. Diesmal war auch der Bevollmächtigte der IGM Bamberg, Martin Feder gekommen, um den Forderungen, zusammen mit der zweiten Bevollmächtigten, Andrea Sicker, Nachdruck zu verleihen. Feder fand es ein tolles solidarisches Zeichen, dass 58 Beschäftige der Firma Weiss aus Maroldsweisach zur Unterstützung gekommen waren und auch Vertreter des Valeo Standortes in Fischbach. „Wir sind heute hier für acht Prozent“, sagte Feder, was sofort lautstark mit Rufen und Pfeifen quittiert wurde. Der Bevollmächtigte kreidete den Arbeitgebern an, dass sie es in vier Runden nicht schafften, ein beziffertes Angebot zu machen. „Das ist eine Frechheit“, so Martin Feder. Auf dem Tisch würden bisher einmalig 3000 Euro liegen und wenn man das so abschließe, bekämen die Arbeitnehmer bis März 2025 nichts mehr, was ein Skandal wäre. Das mache die IGM nicht mit, skandierte er nachdrücklich. Er wies aufsteigende Preise hin, über den die Arbeitnehmer nicht verhandeln könnten, Unternehmen würden sie weitergeben können.