Personalbedarf im Gesundheitswesen geht in die Tausende
"Der Ausbruch hatte einen großen Vorsprung und ist uns nach wie vor weit voraus. Wir versuchen nun, diesen Rückstand aufzuholen", sagte er. Um die Ansteckungsketten zu unterbrechen, müssten künftig 95 Prozent aller Kontakte erfasst werden, statt nur 80 Prozent wie bisher. Außerdem sei es notwendig, Tausende zusätzliche Menschen im Gesundheitsbereich auszubilden und die Zahl der Behandlungsbetten auf 3.000 zu verdreifachen, sagte Tedros.
Das Virus wird durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren, und auch an Vakzinen wird gearbeitet.