Kein Hinweis auf Ehec-Infektion durch Tierkontakt
Hinweise auf andere mögliche Infektionsquellen, zum Beispiel Tierkontakte oder Kontakt mit Oberflächengewässern, hätten die Befragungen von erkrankten Personen nicht ergeben.
Einzelne Mensch-zu-Mensch-Infektionen könnten nicht ausgeschlossen, aber auch nicht sicher bestätigt werden, sagte die RKI-Sprecherin. „Die Betroffenen könnten im Zweifel auch das gleiche kontaminierte Lebensmittel, vielleicht auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten, verzehrt haben.“
Ehec-Ausbruch dauert an
Vor allem Kinder unter 10 Jahren sind nach Angaben des RKI von dem aktuellen Ausbruch betroffen. Der Altersdurchschnitt liege bei 4 Jahren. Alle bestätigten Hus-Fälle seien Kinder. Kinder sind besonders von Hus gefährdet, weil ihr Immunsystem und ihre Organe noch nicht ausgereift sind.
Auch wenn die Dynamik des Gesamtgeschehens leicht nachlässt, treten laut RKI weiter neue Ausbruchsfälle auf. Mittlerweile gebe es in sieben Bundesländern jeweils mindestens vier Fälle.
Der aktuelle Ehec-Ausbruch ist laut RKI das größte derartige Geschehen seit dem Ehec-Ausbruch im Jahr 2011.
Ehec-Ansteckungen gibt es regelmäßig
Ehec steht für enterohämorrhagische Escherichia coli und bezeichnet bestimmte krankmachende Stämme des Darm-Bakteriums, die vor allem bei Wiederkäuern wie Rindern vorkommen. Die Mikroben können zum Beispiel durch kontaminierte Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden.