Ehrung Das Fundament des FC Mitwitz

Maria Löffler

Der Verein zählt zu den mitgliederstärksten und ist eine feste Instanz auf Bezirksniveau. Möglich machen das Menschen wie Jürgen Heidenbluth, der nun Ehrenvorsitzender ist.

Für zahlreiche Mitglieder gab es vor allem Anerkennung und Dank, weil sie schon sehr lange mit dem FC Mitwitz verbunden sind. Mit im Bild Bürgermeister Oliver Plewa (Dritter von rechts), Vorsitzender Tobias Martin (links) und Ludwig Lamm (sitzend, links außen). Foto: /Maria Löffler

Mitwitz - Der FC Mitwitz ist jetzt knapp über 100 Jahre alt und unglaubliche 75 Jahre davon gehört ihm Ludwig Lamm schon an. Er konnte sich beim Ehrungsabend für langjährige Mitgliedschaften im Sportheim noch gut an seine Anfänge beim Fußballclub erinnern. Bei dieser Gelegenheit gab es eine kostenlose Auffrischung des Geschichtsunterrichts, Fußballkenntnisse wurden getestet und munteres Gesichterraten sorgte für lockere Stimmung. Kurz vor Ende ließ Vorsitzender Tobias Martin darüber hinaus noch eine dicke Überraschung aus dem Sack.

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Doch beginnen wir am Anfang und mit der Frage, warum es diese Veranstaltung überhaupt gibt. Die bekäme der Vorsitzende nämlich mitunter gestellt, erzählte er. „Darüber habe ich mir Gedanken gemacht und ich denke, es ist eine sehr schöne Tradition und es zeigt die Verbundenheit der Mitglieder zu ihrem Verein.“ Aber die zeige sich eben nicht nur bei den Spielen, sondern vor allem auch abseits vom Platz, nämlich bei einem aktiven Vereinsleben. „Ein Vereinsleben mit all seinen Schwierigkeiten, Herausforderungen und Aufgaben. Es werden Siege und Niederlagen diskutiert, es gibt offene Gespräche zwischen den Generationen und es gibt die helfende Hand, die symbolträchtig ist für unseren Verein. Das ist es, was uns ausmacht: Treue, Unterstützung und mit gutem Beispiel vorangehen und vorleben, was Vereinsleben überhaupt bedeutet. Wir können zwar keine Leistungsprämie zahlen, können weder Solidarität noch Engagement vergüten, aber wir können sie würdigen.“

Als ehemaliger Spieler stehe Bürgermeister Oliver Plewa dem Verein selbstverständlich noch sehr nahe, wie er beteuerte. Er wusste auch die Antwort darauf, warum der Verein schon so lange existiere: „Weil sich immer wieder Menschen finden, die bereit sind, sich ehrenamtlich in die Gemeinschaft einzubringen. Da geht es nicht nur um den Sport.“ Es ginge auch um Einsätze, wenn das Sportgelände verlegt werde, ein Sportheim gebaut und wieder aufgebaut werden müsse und es ginge um unzählige Arbeitseinsätze. „Aber warum machen Menschen das alles? Sie machen es, damit Fußball gespielt werden kann. Damit Menschen zusammenkommen, um sportlich aktiv zu sein und um den Sport zu leben. Der Mitwitzer FC zählt zu den mitgliederstärksten Vereinen und ist eine feste Instanz auf Bezirksniveau.“ Und das Gesicht dieses Vereins seien vor allem auch die Geehrten. „Personen, die den Verein leben. Sie haben ihn geprägt und genau das Fundament gebaut, auf den noch heute der sportliche Erfolg begründet ist.“

Es gab viele stolze und dankbare Gesichter an diesem Ehrungsabend, aber es gab Einen, dem die Überraschung mehr als deutlich ins Gesicht geschrieben war, nämlich Jürgen Heidenbluth. Er hatte vor Kurzem seinen Vorsitz an Tobias Martin weitergegeben. Nun wurde er Ehrenvorsitzender und unter anderem mit einer Urkunde und dem Verbandsabzeichen in Gold des BLSV ausgezeichnet. Ehrenamtsbeauftragte Margot Härtlein hielt die Laudatio und würdigte seine Verdienste. Er habe, zusammen mit Robert Martin, den Verein 2002 neu aufgestellt und ihn zu dem gemacht, was er heute sei. Zwölf Jahre sei er zweiter Vorsitzender gewesen und ab 2014 habe er den Posten des Vorsitzenden übernommen. „In dieser Zeit hast du die Heimspielversorgungsgruppe (HSVG) wieder belebt und du hast den Verein auch durch schwierige Zeiten hindurch geführt.“ Aber Jürgen Heidenbluth sei selbstverständlich auch selbst aktiver Fußballer gewesen „in allen Schüler-, Jugend- und Seniorenmannschaften“, wie Tobias Martin betonte. „Darüber hinaus warst du Betreuer und Fahrer für unsere Nachwuchsteams und der Organisator von unzähligen Freizeitaktivitäten.“