Eigener Inhalt Scharfe Marke: Die Schnellen von Seat heißen jetzt "Cupra"

Der Name steht für extreme Sportlichkeit. Nur die Schärfsten von Seat durften bislang das Gütesiegel Cupra tragen. Jetzt wird daraus mehr: eine eigene Identität. Die PS-starken Modelle werden künftig unter der eigenständigen Marke Cupra geführt. Mit einem eigenen Logo.

Die Geschichte der "Cup Racer" reicht zurück bis zum Ibiza Kitcar, mit dem Seat von 1996 bis 1998 die Zwei-Liter-Wertung der Rallye-WM gewann. Es folgten diverse Rundstrecken-Engagements mit dem Leon sowie aktuell der Einsatz bei der weltumspannenden TCR-Serie.

Dennoch wird der erste Straßen-Cupra kein Sportwagen sein. Jedenfalls kein reinrassiger. Premiere wird die neue Marke mit dem SUV Ateca feiern – mit 300 PS aus einem Zwei-Liter-Benziner, Sieben-Gang-DSG und selbstverständlich Allradantrieb. Ende des Jahres wird er zu haben sein – und die Spanier versprechen einen attraktiven Preis unterhalb von 43 000 Euro.

Ein Nischenmodell soll der geschärfte Ateca schließlich nicht sein. Im Gegenteil: Jedes siebte Exemplar der Baureihe, glauben sie bei Cupra, wird wohl unter dem neuen Logo vom Band laufen. Und ab nächstem Jahr bekommt die sportliche Familie Zuwachs. Erst mit dem Leon – und höchstwahrscheinlich schon bald danach mit Ibiza und Arona.

An Selbstbewusstsein mangelt es den stolzen Spaniern jedenfalls nicht. Immerhin sehen sie sich mit dem Ateca ziemlich einzigartig mittendrin. Zwischen Hyundai Tucson und Nissan Qashqai am unteren Rand sowie Q3 RS und Porsche Macan am oberen. Die Kundschaft ist jedenfalls schon auserkoren: Menschen mit eigenem Kopf, Spaß an Sportlichkeit – und dem Wunsch, ein ganz anderes Auto zu fahren als ihre Eltern.

Und selbstverständlich will Cupra auch weiterhin dem Rennsport treu bleiben. Vorrangig in der normalen TCR-Serie, wo Seat auch weiterhin die Karossen des gesamten VW-Konzerns einsatztauglich macht, aber eben auch dort, wo viele die Zukunft sehen: Mit dem e-Racer wird Cupra in der weltweit ersten Tourenwagen-Serie für Elektro-Fahrzeuge starten.

Die E-TCR-Meisterschaft wird 2019 ihre Premieren-Saison feiern, der Cupra e-Racer ist dabei der erste Tourenwagen, der die Anforderungen der neuen Rennserie erfüllt. Die Batterie des vollelektrischen Tourenwagens besteht aus 6072 runden Zellen – jede etwa anderthalb mal so groß wie der Akku eines Mobiltelefons.

Erste Tests stimmen die Verantwortlichen zuversichtlich. Auf einer Rennstrecke in Zagreb hat der e-Racer erstmals schnelle Runden gedreht, um das Zusammenspiel des Akkus mit den restlichen Komponenten des Fahrzeugs unter realen Bedingungen zu testen. Ergebnis: Marke und Wagen sind bereit.

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