Ein gehunfähiger Rentner im Rollstuhl mit 100-prozentiger Schwerbehinderung. Eine pflegende Mutter, die zu Hause ihren erwachsenen Sohn versorgt. Eine 79-jährige Pflegebedürftige, die rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen ist. Eine Ehefrau, die ihren an MS erkrankten Mann pflegt. Was sie miteinander verbindet: In den vergangenen Wochen haben sie Online-Petitionen gestartet und mittlerweile Tausende Unterstützer gefunden – bei ihrem Protest gegen die Halbierung des Landespflegegeldes. Nur noch 500 Euro statt bisher 1000 Euro wird es künftig geben, aktuell verschickt das zuständige Landesamt für Pflege an die rund 400.000 Leistungsbezieher in Bayern die Änderungsbescheide. Gegen diese Kürzung hat nun ein Mann aus Oberfranken direkt Klage vor Gericht eingereicht – und er will damit ein Signal setzen: Möglichst viele Betroffene sollten ebenfalls diesen juristischen Weg beschreiten.