Johansson betont, dass die Zusammenhänge zwischen Aufschiebeverhalten und Gesundheitsproblemen auch dann bestehen blieben, wenn man die Symptome der Probanden zu Beginn der Studie berücksichtigte. Es scheint sich also nicht um eine „umgekehrte Kausalität“ zu handeln, dass also beispielsweise ängstlich-depressive Menschen eine verstärkte „Aufschieberitis“ zeigten. Das von der Prokrastination ausgehende Risiko für die Gesundheit sei zwar, so der schwedische Gesundheitswissenschaftler, eher schwach, vor allem im Vergleich zu riskanten Verhaltensweisen wie Rauchen oder Bewegungsmangel. Aber es sei auch keine Bagatelle, allein schon wegen der weiten Verbreitung der problematischen Prokrastination: „Man findet ihre Merkmale bei mindestens der Hälfte aller Unistudenten.“ In der Allgemeinbevölkerung werde die Quote auf 15 bis 20 Prozent geschätzt.