Einladung zum Info-Abend Soll Coburg Öko-Modellregion werden?

Das Regionalmanagement Coburg, der Bayerische Bauernverband sowie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wollen Coburg zur Öko-Modellregion machen. Das sind die vorgebrachten Vorteile.

Öko-Modellregionen leisten einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Foto: picture alliance/dpa

Öko-Modellregion – ja oder nein? Über diese Frage scheint Uneinigkeit zu herrschen. Im November 2024 betonten Stadt und Landkreis Coburg gegenüber unserer Zeitung, keine Bestrebungen für eine Bewerbung als Öko-Modellregion zu haben. Stadtsprecher Louay Yassin erläuterte damals, dass eine solche Initiative nicht nur die politische Zustimmung, sondern auch entsprechende personelle und finanzielle Ressourcen erfordere, die zwar zum Teil aus Fördermitteln getragen würden, zum Teil jedoch von der Stadt aufgebracht werden müssten. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage und begrenzten Kapazitäten sei eine Bewerbung derzeit nicht umsetzbar.

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Aus dem Landratsamt hieß es im November zudem, dass es viele andere Chancen auf finanzielle Unterstützung in der Region gebe. Ansprechpartner sei hier das LAG-Management der Leader-Region Coburger Land. Ergänzend dazu gebe es für landwirtschaftliche Erzeuger und Verarbeiter Rat, Tat und Hilfe bei der „Genussregion Coburger Land“.

Info-Abend im Gustav-Dietrich-Haus

Das Regionalmanagement Coburg, der Bayerische Bauernverband (BBV) sowie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) laden nun am Dienstag, 7. Oktober, ab 19 Uhr unter dem Motto: „Wollen wir gemeinsam eine Öko-Modellregion in Coburg aufbauen und welche Fördermöglichkeiten wird es geben?“ zu einem Info-Abend in das Gustav-Dietrich-Haus ein.

Die Veranstaltung richte sich an alle, die mehr über Ziele, Fördermöglichkeiten und Umsetzungsschritte auf dem Weg zur möglichen Öko-Modellregion Coburg erfahren möchten.

Wofür ist eine Öko-Modellregion gut?

Öko-Modellregionen stärken laut Einladungsschreiben den ökologischen Landbau, bauen regionale Wertschöpfungsketten auf, vernetzen Landwirtschaft, Verarbeitung, Gastronomie und Handel und sensibilisieren die Bevölkerung für Bio-regionale Lebensmittel. Sie leisten damit zugleich einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

„Eine Öko-Modellregion bietet die Chance, regionale Landwirtschaft, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Gastronomie noch enger zu verbinden. So können wir Wertschöpfung in der Region halten und nachhaltige Strukturen für die Zukunft schaffen“, so Hanna Fischer, Projektmanagerin im Regionalmanagement Coburg.

Um Anmeldung wird gebeten

Auch die Veranstalter betonen: „Uns ist es wichtig, den Bewerbungsprozess so zu gestalten, dass er die Stärken unserer Region widerspiegelt. Dafür brauchen wir die Stimmen und Ideen der Menschen vor Ort.“ Hanna Fischer sagt weiter: „Mich begeistert an der Idee einer Öko-Modellregion besonders, dass Landwirtschaft und Verbraucher gemeinsam an einem Tisch sitzen – und wir so gemeinsam ein Stück Zukunft gestalten können.“

Zur besseren Planbarkeit wird um Anmeldung bis 30. September 2025 gebeten. Eine spontane Teilnahme ist ebenfalls möglich.