Einwurf Hej, Alfred Gislason!

Handball-Bundestrainer Alfred Gislason pflegt in den Auszeiten eine ganz besondere Art der Ansprache an seine Schützlinge. Foto: dpa/Marijan Murat

Auszeiten in Ballsportarten sind ein Genuss, wenn sie im Fernsehen übertragen werden. Besonders wenn echte Typen wie der Handball-Bundestrainer die Ansagen machen, meint unser Autor.

Auszeiten in den großen Ballsportarten in Bild und Ton zu übertragen, ist eine der besten Ideen, auf die Fernseh-Macher kommen konnten. Für jeden Sportfan muss es ein Genuss sein, wenn ihm solche Einblicke ins Intimleben der Mannschaft gewährt werden. Speziell wenn der Trainer, der die Ansagen macht, ein echter Typ ist.

Wenn Handball-Bundestrainer Alfred Gislasson in gefühlt 96 Prozent seiner Ansprachen zu Beginn seine Pappenheimer mit einem kernigen nordischen „Hej!“ wachzurütteln versucht, geht mir neben den Ohren auch das Herz auf. Denn für gewöhnlich lässt der 62-jährige Isländer danach – zumindest hoffentlich für seine Schützlinge klare – Ansagen dessen folgen, was er konkret im nächsten Spielabschnitt von den DHB-Helden erwartet. Und als Abschluss erschallt, in ebenfalls gefühlt mehr als 90 Prozent der Fälle, ein eindringliches „Hej – okay – alles klar?“

Also hej, ihr Handball-Freunde! Nur für den Fall, dass einer das anders sehen sollte: Die Leistung des deutschen Teams bei der EM war trotz des Ausscheidens nach der Gruppenphase insgesamt keine schlechte. Die tapfere und optimistische Art und Weise, wie die DHB-Auswahl die Corona-Einschläge weggesteckt, die Nachrücker so gut es eben ging integriert und trotzdem zumindest phasenweise überzeugt hat, war mindestens: okay – alles klar?

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