Eishockey-Landesliga Die Haßfurter Hawks wirbeln

Ralf Naumann
Sie hatten am Sonntag allen Grund zum Lachen: 19 Scorerpunkte (7 Tore, 12 Beihilfen) trugen alleine Jakub Sramek (4), Daniel Hora (8) sowie der „Spieler des Abends“ Jan Trübenekr (7) zum 15:2-Kanstersieg gegen den ESV Waldkirchen bei. Foto: Ralf Naumann

Der ESC Haßfurt trumpft in der Eishockey-Landesliga groß auf. Das Sikora-Team fertigt Moosburg mit 13:3 und Waldkirchen mit 15:2 ab.

Was für ein weiteres Wochenende für die Haßfurter Hawks in der Eishockey-Landesliga. Die Kufenflitzer des ESC Haßfurt fuhren gleich zwei weitere zweistellige Erfolge ein. Während der EV Moosburg bereits am Freitagabend von den „Falken“ mit 3:13 aus dessen eigener Halle gewirbelt wurde, erging es zwei Tage später den hochgehandelten Crocodiles des ESV Waldkirchen nicht besser. Sie mussten mit einer 2:15-Klatsche die Heimreise in den Bayerischen Wald antreten.

Überforderte Gastgeber

Der Beginn des ersten November-Doppelspieltages war für Haßfurt bereits viel versprechend, wenngleich man den Kantersieg in der ältesten Stadt im oberbayerischen Landkreis Freising „nicht überbewerten“ sollte. So jedenfalls die Einschätzung von ESC-Abteilungsleiter Andreas Kurz, der einer der knapp 35 mitgereisten Haßfurter Anhänger unter den insgesamt 80 Zuschauern im Moosburger Eisstadion war. „Meiner Meinung nach war der Gegner schon ein wenig überfordert.“ Nachdem mit Topscorer Jeremy Laframboise einer der beiden erst zu Saisonbeginn verpflichteten EVM-Kontingent-Kanadier den Verein aus privaten Gründen vor der Partie bereits wieder verlassen hatte, lief wahrlich nicht viel zusammen. Auch deshalb konnten die Hawks bis Ende des zweiten Abschnittes auf 8:1 davonziehen.

Trübenekr trifft sechs Mal

Und die beiden weiteren Gegentreffer, die der diesmal einzige mitgefahrene ESC-Schlussmann, Nicolas Hetzel, noch kassierte, waren nichts weiter als Ergebniskosmetik. Nicht überraschend derweil, dass das Sturm-Duo Jakub Sramek und Jan Trübenekr zum wiederholten Male stark zum bislang sehr guten Haßfurter Torverhältnis beitrug: Während Sramek wie schon gegen Fürstenfeldbruck erneut je drei Tore und drei Assists gelangen, konnte Trübenekr EVM-Torwart Thomas Mende gleich sechs Mal überwinden. Wobei: Für die ESC-Führung in der 9. Spielminute sorgte Eigengewächs Dominik Finzel, denn der in den Spielberichtsbogen eingetragene Jakub Sramek stand zu diesem Zeitpunkt gar nicht auf dem Eis. Auch Tomas Pribyl (2), Lucas-Andreas Thebus und Dominik Tobola waren noch aktiv am Kantersieg beteiligt.

Glanzvorstellung am Sonntag

Am Sonntag legten die Hawks mit Disziplin, Willen, dem notwendigen Glück des Tüchtigen und ganz viel Können gegen Waldkirchen nach. Die mit lediglich zwölf Feldspielern angereisten Gäste hatten über die gesamten 60 Spielminuten über nur gelegentlich Möglichkeiten, die aber Torwart Nicolas Hetzel, der schon in Moosburg eine Topleistung ablieferte, zunichte machte. Oder der Pfosten. Bis auf zwei „Schönheitsfehler“ ließen er und seine Vorderleute jedenfalls nichts zu. Und weil auf der anderen Seite die „Torfabrik der Liga“ erneut auf Hochtouren lief, fielen die Treffer fast wie reife Früchte. Jakub Sramek (2) Lucas-Andreas Thebus, Tomas Pribyl (2), Dominik Tobola, Lukas Kratschmer (3), Michael Stach, Daniel Hora sowie vor allem wieder Jan Trübenekr (4) ließen die ESV-Schlussleute Andreas Resch und den bereits nach dem vierten Gegentreffer eingewechselten Matthias Huber fast keine Luft zum Atmen. Das von den Fans gesungene „Hier im Frankenland, spielen wir euch an die Wand“ war am Sonntagabend genau das richtige Lied am richtigen Ort. „15 Tore geschossen, nur zwei Tore bekommen. Da brauche ich nicht viel reden. Die Jungs haben heute Spaß gehabt, ich habe dann auch Spaß gehabt“, sagte Trainer Petr Sikora in der Pressekonferenz. „Glückwunsch an die Jungs. Hoffentlich geht es so weiter.“

Stahl fällt verletzt aus

Während Michael Stach aus schulischem Grund nach mittlerweile überstandener Krankheit nur noch am Freitag fehlte, war Alexander Stahl in beiden Begegnungen nicht im Kader. Der Verteidiger hat sich bei einer der Trainingseinheiten vergangene Woche einen Bruch des Handgelenks zugezogen. Der 25-Jährige wird wohl mindestens vier Wochen ausfallen.

EV Moosburg – ESC Haßfurt 3:13 (1:3, 0:5, 2:5).

ESC Haßfurt: Hetzel – Hora, Thebus, Britsch, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Sramek, Endres, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Schmauser, Kratschmer / Tore: 0:1 (9.) Sramek, 0:2 (12.) Sramek (Hora, Büchner) 4-5, 0:3 (14.) Trübenekr (Sramek, Britsch), 1:3 (19.) Eigner (Chagnon, Groß), 1:4 (29.) Pribyl, 1:5 (31.) Pribyl (Tobola) 4-5, 1:6 (32.) Trübenekr (Büchner, Hora), 1:7 (37.) Trübenekr (Pribyl), 1:8 (39.) Thebus, 2:8 (41.) Groß (Chagnon, Eigner), 2:9 (43.) Trübenekr (Sramek), 3:9 (50.) Knallinger (Binder), 2:10 (51.) Tobola (Dietrich), 2:11 (52.) Sramek (Endres, Trübenekr), 2:12 (55.) Trübenekr (Hora), 3:12 (57.) Trübenekr (Sramek, Hora).

Strafminuten: 19+20/10. – Schiedsrichter: Slivka/Mihl. – Zuschauende: 80 (35 aus Haßfurt).

ESC Haßfurt – ESV Waldkirchen 15:2 (4:1, 6:1, 5:0)

ESC Haßfurt: Hetzel, Jung – Hora, Thebus, Müller, Britsch, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Endres, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Kratschmer / Tore: 1:0 (7.) Sramek (Hora), 2:0 (10.) Trübenekr (Hora), 3:0 (14.) Thebus (Hora, Trübenekr) 5-4, 4:0 (16.) Pribyl, 4:1 (19.) Tolle (Sulcik), 5:1 (22.) Pribyl, 6:1 (25.) Tobola (Pribyl), 6:2 (26.) Kirjak, 7:2 (29.) Hora (Sramek, Trübenekr) 5-4, 8:2 (30.) Stach (Trübenekr) 5-4, 9:2 (32.) Trübenekr (Hora, Sramek) 5-4, 10:2 (39.) Trübenekr (Hora), 11:2 (44.) Sramek (Hora), 12:2 (50.) Kratschmer, Penalty, 13:2 (51.) Kratschmer (Tobola), 14:2 (51.) Trübenekr (Hora), 15:2 (58.) Kratschmer (Tobola).

Strafminuten: 8/18. – Schiedsrichter: Engmann – Beigel/Zwingel. – Zuschauende: 489.

 

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