Eishockey-Landesliga Haßfurts Sramek wirft den Turbo an

Ralf Naumann
Jan Trübenekr (rechts) erzielt in dieser Szene bei einer 5:3-Überzahlsituation die 5:2-Führung für die Haßfurter Hawks. Insgesamt steuerte der Tscheche vier Treffer zum 6:4-Erfolg des ESC Haßfurt gegen Bayreuth am Donnerstagabend bei. Foto: Ralf Naumann

Der Tscheche setzt im Eishockey-Landesligaspiel mit dem Treffer zum 6:4 den erlösenden Schlusspunkt beim Haßfurter Sieg gegen Bayreuth. Sein Landsmann Trübenekr netzt vier Mal ein.

Haßfurt - Knapp eineinhalb Minuten waren noch zu spielen. Da bekam Jakub Sramek an der blauen Linie die Scheibe, warf seinen Turbo an und marschierte Richtung Bayreuther Tor. In seiner unnachahmlichen Torjägerart ließ der Tscheche Gästetorwart Sebastian Dünkel dann keine Chance und markierte den erlösenden und entscheidenden Treffer für die Haßfurter „Hawks“ zum 6:4-Erfolg in der Eishockey-Landesliga gegen den EHC Bayreuth „Die Tigers“.

Fans aus dem Häuschen

Verständlich, dass die 424 Zuschauer am Donnerstagabend im Haßfurter Eisstadion anschließend sprichwörtlich aus dem Häuschen waren. Immerhin tütete Sramek, der zuvor bei einigen tollen Möglichkeiten glücklos geblieben war, auch beim neunten und damit letzten Heimauftritt der „Hawks“ in der Vorrunde der Gruppe 1 der EishockeyLandesliga einen Dreier ein. Gegen Gäste allerdings, die sich trotz eines 2:5-Rückstandes nach der zweiten Drittelpause zu keinem Zeitpunkt geschlagen gaben.

Ausgleich möglich

Im Gegenteil: Nachdem der ehemalige DEL2-Spieler Andreas Geigenmüller sowie der Bayernliga-erfahrene Marco Zimmer auf 4:5 verkürzt hatten, war für die mit weiteren anderen bekannten „Ex-Profis“ bestückten Wagnerstädter in dem insgesamt hochklassigen Duell sogar der 5:5-Ausgleich möglich.

„Wir sind überglücklich. Wir sind ungeschlagen geblieben. Das Beste, was man in der Vorrunde haben kann“, strahlte Lucas Büchner und lobte gleichzeitig die Gegenwehr der Gäste. „Bayreuth war echt ein guter Gegner. Aber am Ende, auch wenn es nochmals knapp wurde, haben wir verdient gewonnen.“ Der 21-jährige Neuzugang des ESC Haßfurt vom EV Pegnitz hofft jetzt auf weitere „mindestens vier Punkte“ in den kommenden Auswärtspartien, um sicher in der Aufstiegsrunde zu stehen. „Zwei Siege. Das sollten wir locker hinbekommen.“

Strafe für Keeper Hetzel

Dass der 6:4-Siegtreffer durch Jakub Sramek derweil nicht nur durch Applaus belohnt wurde, sondern aus Richtung des ESC-Fanblocks auch zahlreiche Getränkebecher auf die Eisfläche flogen, war letztlich nur ein kleiner Minuspunkt eines ansonsten tollen Eishockey-Abends. Schwerer wiegt die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Torhüter Nicolas Hetzel nach der Schlusssirene. Bei der verdienten Ehrenrunde provozierte er scheinbar die gut 20 mitgereisten EHC-Fans, die vom eigenen aus Bayreuth mitgekommenen neunköpfigen Sicherheitsdienst bewacht wurden. Die beiden Schiedsrichter Tim Laudenbach und Andreas Feist verhängten daraufhin noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Unsportlichkeit.

Statistik

ESC Haßfurt – EHC Bayreuth „Die Tigers“ 6:4 (1:1, 4:1, 1:2)

ESC Haßfurt: Hetzel, Feitl – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Krein, Dietrich, Tobola, Kratschmer.

Tore: 0:1 (17.) Czejka (Trolda, Zeilmann) 4-5, 1:1 (20.) Trübenekr (Sramek, Pribyl), 2:1 (21.) Trübenekr (Stach, Hora), 2:2 (24.) Sintenis (Zimmer, Geigenmüller), 3:2 (26.) Stach (Hora, Trübenekr), 4:2 (31.) Trübenekr (Sramek, Hora), 5:2 (33.) Trübenekr (Pribyl, Hora) 5-3, 5:3 (42.) Geigenmüller (Zimmer), 5:4 (49.) Zimmer (Meixner, Schmidt), 6:4 (59.) Sramek.

Strafzeiten: 10+20 gegen Hetzel/14+10 gegen Sintenis. – Schiedsrichter: Laudenbach/Feist. – Zuschauer: 424.

 

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