Nachteil für die Nationalmannschaft?
Beim Rekordmeister - und ligaweit - sind Offensivmann Ismael Saibari und der deutsche Nationalspieler Nathaniel Brown die Top-Transfers des Sommers. Kostenpunkt; jeweils 50 Millionen Euro. Der VfB Stuttgart holte den deutschen U21-Nationalspieler Dzenan Pejcinovic vom VfL Wolfsburg.
Viele andere Clubs setzen dagegen auf Hoffnungsträger aus dem Ausland - und das ausgerechnet in einem Jahr, in dem nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft über Versäumnisse bei der Entwicklung einheimischer Nachwuchsfußballer und mangelnde Spielpraxis auf höchstem Niveau diskutiert wird.
Erneuter Einnahmenüberschuss
"Für deutsche Talente ist das natürlich nicht gut. Ihre Wahrscheinlichkeit auf Einsatzzeit sinkt", sagte Breuer. "Es ist ein klarer Zielkonflikt zwischen den Zielen der Nationalmannschaft und den kurzfristigen Zielen der Clubs. Es wird da wenig Rücksicht genommen auf die Belange der Nationalmannschaft."
Bis Dienstagmorgen hatten die 18 Bundesligisten laut transfermarkt.de rund 670 Millionen Euro ausgegeben und etwa 770 Millionen Euro eingenommen. Damit wurde wie bereits im vergangenen Transfersommer ein Überschuss erzielt. Vor einem Jahr hatten die Clubs 863 Millionen Euro ausgegeben und etwas über eine Milliarde eingenommen.