Ende einer Ära Raoul Korner verlässt Medi Bayreuth

red
Abschied von den treuen Bayreuther Fans: Medi-Coach Raoul Korner (links) drehte nach dem Heimspiel gegen Ludwigsburg seine letzte Runde in der Oberfrankenhalle. Foto: Peter Kolb

Wer sich (nicht nur) die letzten Interviews von Raoul Korner genau angehört und seine „Abschiedstour“ nach dem letzten Heimspiel am Donnerstag gegen Ludwigsburg gesehen hat, der konnte es sicher schon zwischen den Zeilen lesen: Nach sechs Jahren ist für den 48-jährigen Österreicher als Trainer von Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth Schluss. Eine offizielle Bestätigung des offenen Geheimnisses gab es am Tag nach dem Spiel in Frankfurt, wo die Mannschaft die Saison mit der 13. Niederlage in Folge beendet hatte.

„Die letzten Monate ist mir immer klarer geworden, dass ich nächste Saison eine neue sportliche Herausforderung und einen Tapetenwechsel dringend brauche“, sagt Korner in der Mitteilung des Vereins. Sechs Jahre an einem Standort zu bleiben, sei für einen Coach im modernen Basketball nicht alltäglich, „aber ich wurde in Bayreuth von Beginn an mit offenen Armen empfangen und so hat man es mir sehr leicht gemacht, mich sofort voll mit dem Standort zu identifizieren und über eine so lange Zeit alles dafür zu geben.“ Dementsprechend wisse Korner diese gemeinsame Zeit extrem zu schätzen, „die uns so viele unvergessliche Momente beschert hat und die ich um nichts in der Welt missen möchte“.

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266 Pflichtspiele für Medi Bayreuth

2016 aus Braunschweig gekommen, hatte Korner das Medi-Team gleich im ersten Jahr in die Playoffs geführt. Auch in der Champions League zogen die Bayreuther in die Playoffs ein. Zudem standen die Qualifikation für das Top Four um den BBL-Pokal und im Europe Cup zu Buche. Insgesamt stand Raoul Korner in 266 Pflichtspielen für Medi Bayreuth an der Seitenlinie.

„Raoul hat uns zu vielen Hochs geführt und ist auch durch manche Tiefs mit uns gegangen“, sagt Alleingesellschafter Carl Steiner. „Aber egal wie, es war immer menschlich und von besonders angenehmer Art. Ich danke Raoul für seine umfassende und intensive Arbeit hier in Bayreuth.“ Nun sei aber auch für die Organisation einfach mal ein Tapetenwechsel notwendig.

 

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