Endlich mehr Platz Neue Fahrzeughalle für Löbelsteiner Wehr

Die Ausfahrt der Feuerwehr in Löbelstein soll sich mit der Erweiterung verbessern. Foto: Frank Wunderatsch

Der Standort unweit der Brandensteinsebene soll endlich erweitert werden. Doch die Pläne gefallen optisch nicht jedem.

Coburg/Löbelstein - Seit 2016 ist klar, die Freiwillige Feuerwehr in Löbelstein braucht mehr Platz. Damals fußte die Entscheidung eigentlich auf den Plänen, dass sich drei Wehren im Coburger Osten zu einer zusammenschließen. Zwei davon lösten sich dann allerdings auf. „Löbelstein ist damit die letzte verbliebene starke Wehr im Coburger Osten“, wie Thorsten Huld vom Hochbauamt bekennt. Und diese soll nun endlich bessere Arbeitsbedingungen bekommen. Die Vorplanung für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses stellte Huld am Mittwoch im Senat für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen vor.

Dass die Erweiterung alles andere als einfach ist, liegt vor allem am Standort. Ein unterirdischer noch genutzter Löschwasserbehälter mit 335 Kubikmeter Fassungsvermögen, ein zehn prozentiges Längsgefälle der Löbelsteiner Straße, immense Höhenunterschiede auf dem Grundstück sowie eine „Alarmausfahrt, die ein besserer Feldweg ist“, machen es laut Thorsten Huld schlichtweg unmöglich, das jetzige Feuerwehrhaus einfach zu erweitern. Hinzu kommt die Vorgabe, dass sich auf dem Alarmweg der Einsatzkräfte keine Stufen befinden dürfen. „Doch ein stufenfreier Anschluss ans Gebäude ist einfach nicht möglich“, so Thorsten Huld.

Daher soll separat eine neue Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen der Größe drei, das entspricht den Maßen 4,5 mal 12,5 Meter, sowie einer Durchfahrtshöhe von 4,5 Meter, errichtet werden. In die Halle kommen Umkleiden für 46 Feuerwehrangehörige. Im Obergeschoss soll Technik und Lager einziehen. Die neue Alarmausfahrt erfolgt über die Löbelsteiner Straße.

Auf 705 000 Euro beläuft sich die erste Kostenschätzung. Eine seriöse Prognose könnte das angesichts drohender Preissteigerungen auf dem Markt aber nicht sein, wie Thorsten Huld gleich nachschob.

„Wir sollten das jetzt konsequent zu Ende bringen. Das sind wir den Kollegen schuldig“, warb Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) für eine positive Entscheidung zu den Plänen. Die Notwendigkeit der Erweiterung sah auch Petra Schneider (SPD), als Architektin konnte sie sich mit der reinen Halle aber nicht anfreunden. „Die nimmt keine Rücksicht auf den Bestand und den dörflichen Charakter“, so ihre Kritik. In der sehr exponierten Lage sei der Neubau ein „Fremdkörper“.

„Eine Industriehalle, die man einfach daneben stellt“, urteilte auch Stadtrat Wolfram Haupt (Grüne). Architektonisch nichtssagend, würde er das den Löbelsteinern gerne ersparen. „Über Geschmack lässt sich streiten“, konterte Thorsten Huld und erinnerte, dass im Vorfeld einige Varianten durchgespielt worden seien. Am Ende seien immer die Kosten ausschlaggebend gewesen. „Und dann landet man eben bei dieser Lösung.“

Mit zwei Gegenstimmen segnete der Senat die Vorplanung ab.

Autor

 

Bilder