Energetische Sanierung Millionen-Zuschuss für Therme Bad Rodach

Mit rund 2,3 Millionen Euro bezuschusst die Regierung von Oberfranken die energetische Sanierung der Therme. Für Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) ein Weihnachtsgeschenk.

Insgesamt werden vier Millionen Euro in die Zukunft der Therme in Bad Rodach gesteckt. Foto: NP-Archiv

Die Regierung von Oberfranken hat der Stadt Bad Rodach für die energetische Sanierung der Therme Natur eine Zuwendung von bis zu 2,32 Millionen Euro bewilligt, das Geld fließt nach der Richtlinie zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen. Regierungspräsident Florian Luderschmid überreichte den Förderbescheid an Bürgermeister Tobias Ehrlicher.

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„Die Therme Natur ist ein touristischer Leuchtturm im Coburger Land“, wird Luderschmid in einer Pressemitteilung zitiert. Die Energiekrise habe die Betriebskosten für öffentliche Bäder weiter steigen lassen und den Betrieb solcher touristischer Infrastruktureinrichtungen zusätzlich erschwert. „Die energetische Sanierung der ThermeNatur kommt daher zum richtigen Zeitpunkt und trifft neben monetären Aspekten auch aus Sicht des Klimaschutzes den Nerv der Zeit.“

Die Übergabe des Förderbescheids in der Therme Natur Bad Rodach Foto: Therme Natur

Im Zuge der energetischen Sanierungsmaßnahme wird die energieintensive Anlagentechnik im Bereich Heizungs-, Lüftungs- und Badewassertechnik sowie die Beleuchtung modernisiert. Außerdem wird eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Therme installiert. Der dort produzierte Strom wird vollständig für den Eigenbedarf des laufenden Thermenbetriebs verwendet.

Die Maßnahmen führen zu deutlich spürbaren Einsparungen beim Endenergieverbrauch und bei den Treibhausgasemissionen, heißt es weiter. Und: „Gleichzeitig wirken sich die sinkenden Betriebskosten positiv auf die wirtschaftlichen Ergebnisse der Therme aus“.

Das freut auch Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD): „Wir sagen herzlichen Dank für dieses besondere Weihnachtsgeschenk.“ Die Investition sei ökologisch sinnvoll und entlaste die Stadt mittel- und langfristig bei steigenden Energie- und Betriebskosten. Er dankte der Regierung für die Unterstützung und Beratung „bei diesem komplexen Förderprojekt“.

Laut Kurdirektorin Stine Michel, zugleich Geschäftsführerin des Betriebsführers, bringen die Investitionen die Technik der Therme auf den neuesten Stand. „Das entlastet uns im Betrieb nicht nur im Energieverbrauch, sondern auch in der Instandhaltung.“

Zusammen mit der kürzlich erhaltenen Förderung für die Neugestaltung der Dachterrasse und den Bau einer Salzlounge im Badebereich spürten die Gäste Tag für Tag „den kontinuierlichen Ausbau von Angebotsvielfalt und Angebotsqualität“.

Insgesamt werden knapp vier Millionen Euro investiert, davon sind 3,1 Millionen Euro zuwendungsfähig. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Bayern (EFRE) sowie des Bayerischen Staatshaushalts.