Die Staatsregierung will über Initiativen im Bundesrat erreichen, dass die Steuern auf Benzin und Diesel längerfristig auf das europarechtlich mögliche Mindestmaß gesenkt werden und die zum 1. Oktober vorgesehene Gasumlage nicht eingeführt wird. Angesichts der hohen Energiepreise dürften Bürger und Unternehmen nicht weiter belastet, sondern müssten spürbar entlastet werden, erklärte Finanzminister Albert Füracker (CSU) nach einer Sitzung des Ministerrats in München. Füracker verwies darauf, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland nach dem Auslaufen des „Tankrabatts“ wieder zu den höchsten in Europa gehörten. Dies sei vor allem für Pendler im ländlichen Raum, die auf ihr Fahrzeug angewiesen seien, eine „kaum mehr tragbare Belastung“. Am einfachsten ließe sich diese durch Steuersenkungen beseitigen. Dabei müsse aber durch das Bundeskartellamt sichergestellt werden, dass der Effekt der gesenkten Steuern auch bei den Verbrauchern ankomme und nicht die Gewinne der Energiekonzerne erhöhe. Bei der Gasumlage sah Füracker nicht nur eine zusätzliche Belastung der Verbraucher, sie wirke auch nicht zielgenau genug, da von ihr auch Unternehmen profitierten, die Zahlungen daraus eigentlich nicht benötigten.