Energieversorgung in der Stadt Coburg plant die Wärmewende

Die Stadt erarbeitet eine kommunale Wärmeplanung. Bürger können sich darüber demnächst im Kongresshaus Rosengarten informieren.

Mit Fernwärme deckt die Stadt aktuell zehn Prozent des gesamten Wärmebedarfs ab. Das freilich soll noch mehr werden. Foto: dpa/Fabian Sommer

Laut dem bayerischen Klimaschutzgesetz ist es Ziel, die klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 zu erreichen. Das bedeutet, dass bis dahin im Wärmesektor keine Treibhausgas-Emissionen mehr verursacht werden dürfen. Die Stadt Coburg hat sich – nach eigenen Angaben unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben – frühzeitig auf den Weg gemacht, eine kommunale Wärmeplanung zu erarbeiten, um den Grundstein „für die Transformation in eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung aufzubauen“. So steht es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

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Im Zentrum stehe die Frage, wie die Wärmeversorgung der Gebäude künftig klimaneutral gestaltet werden könne. Der kommunale Wärmeplan zeige auf, wo Potenziale für erneuerbare Energien, Abwärmenutzung oder Kraft-Wärme-Kopplung bestehen – egal ob Wohnhaus oder Industriehalle. Für Eigentümer und Energieversorger sei das eine hilfreiche Grundlage, um klimafreundliche Lösungen umzusetzen, heißt es von der Stadt. Sie wiederum könne auf diese Art gezielt städtebauliche Entwicklungen steuern und langfristig planen.

Keine Verpflichtung zur Umsetzung

Aktuell verbrauche Coburg jedes Jahr rund 527 Gigawattstunden Wärme. Das entspreche etwa dem Energiebedarf von 30 000 Haushalten. Mehr als 60 Prozent dieser Wärme werde derzeit mit Erdgas erzeugt.

Im Stadtkern versorge inzwischen ein gut ausgebautes Fernwärmenetz viele Gebäude und decke damit über zehn Prozent des gesamten Wärmebedarfs ab. Und: Die Stadt verfüge über genug lokale Energiequellen, etwa in Form von Abwärme, Umweltwärme oder erneuerbaren Energien. Rein rechnerisch ließe sich damit perspektivisch der gesamte Wärmebedarf klimafreundlich decken.

Die Wärmeplanung solle als Analyse verstanden werden, die zeigt, wo der Bau eines Wärmenetzes aus technischer Sicht grundsätzlich möglich wäre. Eine Verpflichtung zur Umsetzung gebe es nicht, steht in der Pressemitteilung. Das müsse erst in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden. „Daher können Stand heute noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden, wann und wo welche Wärmenetze in Coburg mit Sicherheit kommen werden“, schreibt die Stadt.

Den Bürgern wird der kommunale Wärmeplan am Montag, 28. Juli, um 18 Uhr im Kongresshaus Rosengarten vorgestellt.