Englisches Stück am „Casi“ Aus Spaß wird englisches Theater

Auf der Bühne im „Casi“: Die „English Drama Group“ zeigt „Hoi Polloi – the manipulation oft the masses“ in englischer Sprache. Foto: Casimirianum/Casimirianum

Die „English Drama Group“ des „Casis“ steht wieder auf der Bühne. Gezeigt wird dieses Mal kein Klassiker, sondern ein Stück aus Schülerfeder. Mit einer klaren Ansage.

 
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„Eigentlich war es zuerst ein Witz, ich habe gesagt, ich schreibe da was“, erinnert sich Felix Haas lachend. Und dann sei die Nachfrage seitens seiner Mitschüler gekommen: „Na, wo ist denn das Theaterstück?“ und so habe er „halt liefern müssen.“ Die letzten Wochen der Sommerferien im vergangenen Jahr verbrachte der frisch gebackene Abiturient des Coburger Gymnasiums Casimirianum dann schreibend. Meist in einem Park in Rumänien, wo er auf Verwandtenbesuch war, und umgeben von Senioren, die Schach spielten. Der angehende Jurastudent lacht immer noch, als er daran denkt und erzählt dann fröhlich weiter, dass es doch Spaß gemacht habe.

Entstanden aus dem Scherz ist ein Theaterstück in englischer Sprache, das nun am „Casi“ zur Aufführung kommt. Jedes Jahr bringt die „English Drama Group“ etwas in der Fremdsprache auf die Bühne, im vergangenen Jahr war es ein Shakespeare-Potpourri, nun das Werk „Hoi Polloi – the manipulation oft the masses“ aus Schülerfeder. „Es ist ganz in der humanistischen Tradition geschrieben“, erläutert Felix Haas, „und ruft zu freiem Denken auf. „So Untertanengeist nervt mich.“

„Hoi Polloi – the manipulation oft the masses“ handelt von einem Überwachungsstaat, in dem zwar Wohlstand herrscht, doch die Demokratie überwunden ist. „Es ist total pervers“, ereifert sich Haas, „das System ist ein Blendwerk, es unterdrückt Menschen.“ Doch - das müsse am Theater schließlich sein - es gibt in der Handlung auch eine Liebesgeschichte und eine nicht alltägliche: Die Tochter der „governance“, verliebt sich in einen Freiheitskämpfer mit durchaus philosophischem Gedankengut. „So kommt es zu einer Widerstandsbewegung und Konfrontationen, aber mehr wird nicht verraten“, so Haas schmunzelnd über sein Werk, das er direkt in englischer Sprache verfasst hat. „Um die Grammatikfehler hat sich dann Herr Benz noch gekümmert“, gibt er lachend zu.

Zu sehen ist „Hoi Polloi – the manipulation oft the masses“ am 19. Juni in der Aula des Casimirianums. Beginn ist um 18.30 Uhr, die Aufführungsdauer beträgt circa 45 Minuten.

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