Entwicklungshilfe Fema-Kreis sucht weitere Helfer

Peter Tischer

Die Kirchengemeinde Fechheim überlässt auch auch in Pandemiezeiten die Menschen in Matamba nicht ihrem Schicksal. Was man noch bräuchte, wären ein paar mehr junge Mitstreiter.

Die Jugendlichen freuen sich über die frisch eingetroffene Lieferung aus Fechheim. Foto:  

Fechheim - Seit 31 Jahren schon besteht nun die Partnerschaft zwischen den Kirchengemeinden Fechheim und Matamba in Tansania. Der „Fema-Kreis“ hat in dieser Zeit vielfältige Aktionen und Projekte durchgeführt und hält sie auch weiterhin am Laufen. „Hilfe zur Selbsthilfe“ lautet dabei das oberste Prinzip. Gallionsfigur des Kreises ist Heidrun Mücke. Sie ist 29 Jahre dabei und weiß, wie wichtig es ist, sich mit den Projekten zu identifizieren. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich, denn das gesammelte Geld, beziehungsweise die Sachspenden, sollen schließlich ohne jeden Abzug in Matamba ankommen.

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Dass hinter dem Slogan „Fema lebt“ harte Arbeit steckt, davon zeugen unter anderem der Bau eines Gemeindehauses, die Einrichtung einer Nähschule, der Bau eines Gästehauses, der Fema-Kindergarten, ein Haus für Waisenkinder, der Bau eines Lehmbackofens, ein neuer Traktor sowie 555 Decken, die kürzlich die Waisenkinder in Matamba erhielten. Dabei sei die Partnerschaft keine Einbahnstraße. „Es ist vielmehr ein gegenseitiges Geben und Nehmen, sodass beide Seiten davon profitieren“, betont Mücke.

Der Fema-Kreis setzt dabei auch durchaus auf weltweite Hilfe. Die anfallenden Schulgebühren für die Waisen etwa werden dankenswerter- weise zum Teil von Christen aus den USA übernommen. Aber auch über einen Fond des Missionsausschusses vom Dekanat Coburg kommt finanzielle Hilfe. „Wir von Fema sorgen für den Rest, wie zum Beispiel Kleidung, Schuhe, ärztliche Versorgung, Ausstattung mit Schulmitteln, Matratzen zum Schlafen in der Schule sowie für die Verpflegung in der Ferienzeit, die etwa vier Monate im Jahr andauert und die die Kinder im Waisenhaus verbringen“, zeigt Mücke weiter auf.

„Unsere Aufgabe ist es, diesen jungen Menschen eine Perspektive über ihre Schul- und Berufsausbildung für ihr Leben zu geben“, erklärt Mücke die nicht ganz einfache Aufgabe. Dass die Partnerschaft auch in der Corona-Pandemie lebt, das verdankt der Verein einigen wenigen, wie Mücke erläutert. „Unsere Partnerschaft war damals ein Highlight im Dekanat, gegründet auf das Wirken von der tansanischen Pfarrersfamilie Mbwilo.“ Allerdings werde, so räumt sie ein, das Feuer langsam kleiner. Der Grund: Es fehlen junge Mitstreiter unter den Mitgliedern. Weiter bauen könne man hingegen auf die finanzielle Unterstützung der Spender, freut sie sich. „Wir haben eine große Verantwortung für Kinder und unsere Freunde in Afrika übernommen“, betont Mücke und dankt damit ganz besonders den Menschen, die mit finanziellen Mitteln dafür Sorge tragen, dass es auch in schwierigen Zeiten weitergehen kann. „Wir können mit unserem Tun nicht die ganze Welt retten, aber vielleicht ein kleines Stückchen besser machen“, zeigt sie sich auch nach 30 Jahren überzeugt. Weitere Informationen sind unter www.fechheim-matamba.de zu finden.