Erasmus-Abschluss in Jugendkunstschule Zum Abschluss Frieden

Über ein Selfie mit Bürgermeister Can Aydin freuen sich die deutschen und portugiesischen Schüler gleichermaßen. Foto: /Frank Wunderatsch

Zwei Jahre lang stehen portugiesische und deutsche Schüler in engem Kontakt. Zum Abschluss eines besonderen Projekts kommt auch der Bürgermeister.

 
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Seit September 2022 war das Projekt am Laufen, nun findet es einen schönen Abschluss unter dem Motto: „Please peace me“. Sieben Tage lang haben sich Schüler aus Portugal mit jungen Menschen der Coburger Jugendkunstschule Regenbogentanz e. V. unter der Leitung von Denise Madeleine Schliefke getroffen und sich Gedanken zum Thema „Frieden“ gemacht. Wo fängt er an? Wo spüre ich ihn innerlich, wo ist er äußerlich sichtbar?

Im Rahmen des „Erasmus+ Small-scale Partnership“-Programms der Europäischen Union pflegten Schüler der deutschen Schule „Escola Alemã do Algarve“ in der Gemeinde Lagoa zwei Jahre lang einen regen Austausch mit rund 20 Coburgern verschiedener Bildungseinrichtungen. „Es liefen Workshops über Teams, wir trafen und tauschten uns virtuell aus, aber eben auch real“, erklärt Denise Madeleine Schliefke.

Den krönenden Abschluss bildete nun der siebentägige Besuch der Portugiesen in der Vestestadt, zu dem auch Coburgs 3. Bürgermeister Can Aydin vorbeischaute. Die Jugendkunstschulleiterin strahlt, als sie an das Treffen in ihren Räumen im Steinweg denkt: „Er hat mitgemalt und dabei ganz entspannt gewirkt.“ Und offensichtlich nicht nur entspannt, sondern auch erfreut, denn Aydin lud die Truppe kurzerhand zu einem Empfang ins Bürglassschlösschen.

Ein hübsches Zeugnis der kreativen Woche hängt indessen noch an den Wänden der Schulräume: Die Projektteilnehmer haben mit Pflanzenfarben nicht nur zarte, sanft wirkende Gemälde geschaffen, sondern auch Kleidung gefärbt. Für Schliefke auch das erste Mal, aber: „Das Ergebnis ist wirklich toll.“ Doch die Heranwachsenden waren nicht nur kreativ unterwegs, sondern legten auch Färbergärten an, buddelten Pflanzen ein, aus deren Erzeugnissen dann Naturfarben gewonnen wurden und besuchten den Europabus am Marktplatz.

Freundschaften, die halten

Das Miteinander kam dabei natürlich auch nicht zu kurz, vor allem bei der Feier im Pfadfinderheim wurde es wild und lustig. „Die Freundschaften, die dabei geschlossen wurden, halten, da bin ich mir sicher“, meint Denise Madeleine rückblickend lächelnd. Lächelnd blickt sie auch auf das mehrmonatige Projekt zurück: „Es war unglaublich vielfältig und interessant, auch anstrengend, doch wir haben wieder einmal gelernt, wie wichtig es ist, mit Jugendlichen im Dialog zu sein und mit ihnen zu reden. Zu erfahren, was sie begeistert und was sie verändern möchten.“

• Videos und Fotos unter: https://rainbowdance.jimdo.com/jugendkunstschule/

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