Coburg - Ideen für den Goldbergsee gab es in den vergangenen Jahren viele. 2010 war von einem Aussichtspavillon die Rede, von Bootsverleih und Gastronomie, Spielgolf-Anlage, Beach-Volleyball Plätzen und Mehrgenerationenspielplatz. Immerhin kam ein kleiner Parkplatz, hoffnungslos überlaufen an schönen Wochenenden, der einst angedachte Wohnmobilstellplatz lässt auf sich warten. Ansonsten blieb von den großen Plänen wenig übrig. Und inzwischen ist klar: Die meisten von ihnen werden wohl nie umgesetzt. Zwei kleine Bootsverleihe gab es bereits, beide haben wieder aufgehört. Um endlich zumindest die Frage nach einer Gastronomie in Seenähe zu klären, ändert die Stadt Coburg derzeit den Bebauungsplan. Derzeit ist offen, welche Art von Bewirtschaftung entstehen soll, jeder kann sich mit seinem Konzept bewerben. „Wir sind weit davon entfernt zu wissen, ob es ein Ballermann oder ein lauschiges Hüttchen wird“, macht Louay Yassin, Pressesprecher im Coburger Rathaus, deutlich. Jetzt ginge es lediglich darum, den passenden Platz zu finden. Im Planverfahren würden dann alle Dinge wie Tier- und Umweltschutz, Wasserschutz und Lärmschutz mit einbezogen und Kriterien erarbeitet, die ein künftiger Betreiber erfüllen muss. „Natürlich leben in der Nähe Menschen und natürlich spielt der Naturschutz eine Rolle“, so Yassin. „Dass da kein Ballermann entstehen wird ist meiner Meinung nach selbstverständlich“, beruhigt er all diejenigen, die sich über eine mögliche Partymeile Sorgen machen. Eine Entscheidung werde jedoch erst fallen, wenn das Planungsverfahren abgeschlossen und Kriterien festgelegt wurden, nach denen entschieden werden könne, was erlaubt sei und was nicht. „Dann wird ausgesiebt und die letztendliche Entscheidung trifft der Stadtrat“, erklärt Yassin das Verfahren.