Erneuerbare Energien in Maroldsweisach Startschuss für Solarpark Saarhof

Martin Schweiger
Sie waren bei der Besichtigung des Solarparks Saarhof dabei (von links): die Geschäftsführer von Solar-Konzept Jörg Brunner und Christoph Schmitt, Bürgermeister Wolfram Thein sowie Götz von Rotenhan mit Familie und Bekanntschaft. Foto: /Martin Schweiger

Die Freiflächenfotovoltaikanlage ist fast fertiggestellt. An ihr ist die Gemeinde Maroldsweisach mit 20 Prozent beteiligt.

Der Bau der Freiflächenfotovoltaikanlage Saarhof bei Pfaffendorf geht in die Zielgerade. Die 14-Megawatt-Anlage ist betriebsbereit und muss noch an das Stromnetz angeschlossen werden. Bei der Besichtigung am Dienstag hob Bürgermeister Wolfram Thein die Besonderheit des Projekts, das etwa 3500 bis 4000 Haushalte mit Strom versorgen kann, hervor: erstmals ist die Gemeinde Maroldsweisach – und damit indirekt alle Bürgerinnen und Bürger der Kommune – an einem derartigen Projekt finanziell beteiligt, und zwar mit einem Gesellschaftsanteil von 20 Prozent. Wenn im ländlichen Raum Flächen für Solarparks zur Verfügung gestellt werden, um auch die Stromversorgung in den Ballungszentren zu sichern, dann müsse die ländliche Bevölkerung auch an der Wertschöpfung teilhaben können, sagte Thein. Auch bei allen weiteren geplanten Solaranlagen werde sich der Markt Maroldsweisach im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten jeweils mit 20 Prozent beteiligen. Zusätzlich werde die Gemeinde 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde erhalten.

Jörg Brunner, Geschäftsführer der Solar-Konzept GmbH, erinnerte daran, dass der Bau der Anlage am 4. April dieses Jahres begann. Innerhalb von rund zehn Wochen wurde auf einer Fläche von elf Hektar insgesamt 23.928 Solarmodule verbaut – trotz Lieferproblemen und einem Mangel an LKW-Fahrern. Sogar sonntags wurde gearbeitet, um die 6500 Pfosten für die 349 Tische mit den Solarmodulen zu errichten, sagte Bauleiter Stefan Wegener. Zu Hochzeiten hätten 45 Mann auf der Baustelle gearbeitet. Während die ersten Glasmodule noch 62 Watt Leistung lieferten, liege die Leistung heutiger Kristalin-Module bei 585 Watt. Der Bau sei aufgrund des hügeligen Geländes und des Untergrunds schwierig gewesen. Bürgermeister Thein bedankte sich bei allen Beteiligten, die an der Vollendung des Projekts mitgewirkt haben.

 

Bilder