Erstklässler in Marktrodach Ein Überwurf für mehr Sicherheit

  Foto: /Maria Löffler

Die Schulanfänger erhielten leuchtend gelbe Geschenke.

Marktrodach - „Damit Ihr von Gott geschützt und von Autofahrern gesehen werdet.“ Diesen Wunsch richtete Oliver Skall von der Krankenkasse AOK an die Erstklässler der Grundschule Rodachtal in Marktrodach an ihrem ersten Schultag am Dienstag. Ihnen wurden, stellvertretend für alle Abc-Schützen im Landkreis Kronach, Warnwesten überreicht. Die Aktion von AOK und Kreisverkehrswacht soll für bessere Sichtbarkeit der Jungen und Mädchen auf dem Schulweg sorgen. Was in den Kindern an diesem Vormittag vorgegangen sein mag, konnte man teilweise an den Gesichtern ablesen. Aufregung, Erwartung, Spannung – die ganze Palette erinnerte manche Ehrengäste an ihren ersten Schultag. Mit dabei waren auch stolze Eltern, die ihren Kindern zum Segen die Hand auf die Schultern legten, weil die beiden Geistlichen, Pfarrer Matthias Rückert und Kaplan Dominik Stehl, dies coronabedingt nicht durften.

Bevor die Schulanfänger ihre Klassenzimmer stürmten, gab es für sie in der Turnhalle erst einmal einen kleinen Gottesdienst. Er drehte sich um die „Wolke Gottes,“ die Orientierung gebe und begleite.

Wie das ABC funktioniert und wofür man überhaupt Buchstaben braucht, das erklärten Zweitklässler. Ihre Reise ins „Buchstabenland“ war einfach bezaubernd und sollte den Abc-Schützen Lust auf Schule machen.

Schulleiterin Annegret Hümmrich riet den Eltern in ihrer kurzen Ansprache: „Begleiten Sie Ihr Kind mit Stolz, Geduld und mit Freude. Und vor allem: Freuen Sie sich über die Fortschritte, die es macht.“

Gute Schwingungen

Schulamtsdirektorin Gisela Rohde griff das Wolken-Thema auf und erzählte von „guten Schwingungen, die man spürt, wenn man diese Schule betritt“. Sie riet allen Schülerinnen und Schülern, auch auf sich selbst aufzupassen: „Und die Warnwesten helfen Euch dabei.“

Von viel Aufregung sprach auch Bürgermeister Norbert Gräbner, der quasi den Startschuss für das „Abenteuer Schule“ abfeuerte. Er lobte die Grundschule Marktrodach, die sehr auf die Sicherheit der Kinder bedacht sei und dafür auch Aktionen ins Leben gerufen habe.

Oliver Skall freute sich vor allem darüber, dass „die Zahl der Schulwegunfälle im Pandemiejahr 2020 deutlich gesunken ist“. Dennoch sei es auch künftig nötig, dass die Kinder sehen und gesehen werden. Gerade Abc-Schützen müssten sich erst an den Straßenverkehr gewöhnen, vor allem in Dämmerung oder Dunkelheit. „Mit den Reflektoren an der Warnweste lässt sich die Sicherheit erhöhen und so das Unfallrisiko im Vergleich zu dunkler Kleidung halbieren“, sagte er. Mehr als 530 Kinder im gesamten Landkreis habe man mit diesen Sicherheitsüberwürfen ausgestattet.

 

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