Europawahl Grüne rutschen in Coburg gewaltig ab

Das vorläufige Endergebnis für Coburg, Kronach, Haßberge steht fest. Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Das vorläufige Europawahl-Ergebnis für das NP-Gebiet Coburg, Kronach, Haßberge folgt größtenteils dem Bayern-Trend. CSU stabil, AfD wächst – und die Grünen verlieren, in einer Stadt sogar heftig.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Laut dem vorläufigen Ergebnis sind auch in der Stadt Coburg die Grünen die großen Verlierer: Stolze 10,5 Prozent müssen sie an andere Parteien abgeben und halbieren damit ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl, landen bei 12,3 Prozent. Auf der Gewinnerseite im Stadtgebiet finden sich neben Spitzenreiter CSU (+1,6 auf jetzt 35 Prozent) insbesondere die AfD (+4,4 auf 12 Prozent), die Liberalen (+0,9 auf 4,8 Prozent) und knapp auch die Freien Wähler (+0,2 auf 2,8 Prozent). Die SPD rutscht ein bisschen von 14,1 auf 13,6 Prozent, die Linke kommt statt 3,3 nur noch auf 2,1 Prozent. Ein dickes Plus steht hinter den „Sonstigen“: Sie sind der größte Gewinner mit 6,8 Prozent, kommen insgesamt auf 17,5 Prozent – was insbesondere am Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW, 4,3 Prozent) und Volt liegen dürfte, die jetzt 3 Prozent holen.

Der Landkreis Coburg bleibt der CSU bei der Europawahl vergleichsweise treu: Mit 41,9 Prozent wurde das Ergebnis von 2019 sogar noch um 0,5 Prozent verbessert. Die AfD legt dort mit 6,9 Prozent mächtig zu und landet mit 15,8 Prozent sogar 3,8 Prozent vor der SPD, die 2,5 Prozentpunkte verliert. Großer Verlierer sind auch im Landkreis die Grünen: Mit 6,6 Prozent hat sich das Ergebnis von 2019 (14,1 Prozent) mehr als halbiert. Ebenso ergeht es der Linken (1,1 statt 2,1 Prozent), Freie Wähler (6,2 Prozent) und FDP (2,8 Prozent) verbessern sich leicht um 0,1 Prozent. Auch hier wachsen die „Sonstigen“ mit 5,2 auf 13,5 Prozent, weil das BSW aus dem Stand 4,1 Prozent holt.

Beim Nachbarn im Landkreis Kronach ist auffällig, dass die SPD vergleichsweise viel verliert: Mit einem Minus von 3,9 Prozent kommt sie nur noch auf 11,1 Prozent, weit entfernt von der CSU, die mit 47,3 Prozent an der Spitze bleibt und nur leicht verliert (-0,3 Prozent). Auch hier: deutliche Verluste bei den Grünen (von 10,1 auf 4,4 Prozent), hohe Gewinne bei der AfD (von 9,4 auf 16,6 Prozent), leichter Verlust bei der Linken (von 1,9 auf 1,1 Prozent). Die FDP (2,3 Prozent) gewinnt 0,1 Prozent, die Freien Wähler (6,3 Prozent) 0,6 Prozent. Das BSW holt hier 3,9 Prozent, was den „Sonstigen“ ein Plus von 4,6 und insgesamt 11,1 Prozent beschert.

Im Landkreis Haßberge bleiben CSU (-0,4/jetzt 45,5 Prozent), FDP (wieder 2,8 Prozent) und Freie Wähler (+1/jetzt 6,9 Prozent) relativ stabil. Ansonsten ein ähnliches Bild wie überall: Die Grünen halbieren ihr Ergebnis von 12,9 auf 6,5 Prozent, die AfD klettert mit einem Plus von 7,1 auf 16,5 Prozent, die Linke verliert 1,3 und landet bei 1,1 Prozent. Die SPD erreicht mit einem Minus von 2 jetzt nur noch 8,2 Prozent. Insgesamt 3,7 vom 4,1-Prozent-Plus bei den „Sonstigen“ gehen an das BSW.

Autor

Bilder