Bei Deepfakes wird etwa das Gesicht einer Frau in ein anderes Video - etwa eine Porno-Sequenz - eingefügt oder die Stimme künstlich nachgeahmt, so dass es aussieht, als würde sie Dinge tun oder sagen, die nie passiert sind.
Hamburger Justizsenatorin: Kampf gegen die Täter lohnt sich immer
Zuletzt forderten weitere Politiker härtere Gesetze und Maßnahmen gegen Täter und Internetplattformen. Zahlreiche SPD-Rechts- und Innenpolitikerinnen hatten bereits die Ankündigung von Bundesjustizministerin Hubig unterstützt.
Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) sagte der "Hamburger Morgenpost": "Es gibt diesen Mythos, dass wir die Täter im Netz nicht ermitteln können." Das stimme aber nicht. "Es lohnt sich immer, den Kampf aufzunehmen."
Gallina hatte bereits im vergangenen Jahr - vor der aktuellen Debatte - auf die Gefahr sexualisierter KI-Deepfakes aufmerksam gemacht. Opfer müssten ihre Rechte besser durchsetzen können. Plattformen und Anbieter müssten in die Pflicht genommen werden, die Inhalte zu löschen oder Schadenersatz zu zahlen. Und die Täter müssten leichter bestraft werden können.
"Mehr Cybercrime-Kompetenz, moderne Technik"
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) betonte, auch Täter im Internet müssten identifiziert und bestraft werden. Nötig seien "mehr Cybercrime-Kompetenz, moderne Technik und einen Rechtsstaat, der auch online durchsetzungsfähig ist".
Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) wies auf ein neu gestartetes Projekt hin, das sich "gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt aus dem sozialen Umfeld" richte. Mit Fortbildungen und technischer Beratung sollen Beratungsstellen und Schutzunterkünfte in Berlin gestärkt werden, damit betroffene Frauen schneller Hilfe bekommen.