Das ist falsch. Der Begriff ist kein medizinisch anerkannter Fachausdruck. Weder medizinische Fachgesellschaften noch staatlichen Institutionen verwenden "Turbokrebs" im Kontext der Krankheit. Die Wortkreation wurde nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur von einem Rechtsanwalt geprägt.
Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) etwa hatte bereits in der Corona-Pandemie keinen Anstieg von Tumorbefunden infolge der Impfung beobachten können. Auch Ende Januar 2026 finden sich auf der DGHO-Webseite keine Einträge zum Suchbegriff "Turbokrebs".
Immunologe Watzl verweist auf das Jahr 2021, in dem mehr als 60 Millionen Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft wurden. Danach seien "die Krebsraten nicht in die Höhe geschnellt". Das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt, dass es auch nach der Verabreichung von Milliarden Dosen weltweit keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Impfstoffe Krebs auslösen.
Einige Impfungen haben gar einen gegenteiligen Effekt: Sie schützen laut RKI vor Infektionen, die Krebs verursachen können. Die HPV-Impfung könne auf diesem Weg unter anderem die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs und die Hepatitis-B-Impfung das Entstehen von Leberkrebs verhindern.