FC Schweinfurt 05 Ex-Nationalspieler trainiert Forkel und Böhnlein

Der abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist trennt sich von Trainer Victor Kleinhenz und präsentiert einen bekannten Namen als Nachfolger: Jermaine Jones.

Kristian Böhnlein aus dem Landkreis Kronach spielt seit 2020 beim FC Schweinfurt 05. Foto: imago images/foto2press

Zehn Punkte aus 24 Spielen – die Bilanz des FC Schweinfurt 05 in der 3. Liga ist verheerend. Der Abstieg des Aufsteigers ist mit 17 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer mittlerweile quasi unvermeidbar. Am Mittwoch griff der Verein zum Mittel des Trainerwechsels und trennte sich von Victor Kleinhenz und seinem Co-Trainer Gregor Opfermann.

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„Beide hatten großen Anteil an der letztjährigen Meisterschaft, daher bedauere ich diese Entwicklung sehr. Wir bedanken uns ausdrücklich bei beiden für ihr Engagement und ihren Einsatz für den Verein und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute“, wird Geschäftsführer Markus Wolf auf den Sozialen Kanälen der „Schnüdel“ zitiert.

Nur drei Erfolge und ein Unentschieden

Der mit 34 Jahren jüngste Coach der Liga hatte die Schweinfurter in der vergangenen Saison übernommen und sie nach 23 Jahren zurück in den Profifußball geführt. Dort war die Mannschaft um den langjährigen Kapitän Kristian Böhnlein aus Pressig aber von Beginn an überfordert. Nur drei Siege und ein Remis stehen zu Buche, auch die Ausbeute von 20 Toren ist der mit Abstand schwächste Wert in der Liga. Der aus Seßlach stammende Jakob Tranziska ist mit vier Saisontreffern weiterhin der erfolgreichste Torschütze, obwohl er Mitte Januar nach Südkorea gewechselt ist.

Den schmerzlichen Verlust wollten die Schweinfurter mit Dustin Forkel kompensieren. Der 21-Jährige aus dem Coburger Stadtteil Neuses wurde im Sommer vom 1. FC Nürnberg an den SSV Jahn Regensburg ausgeliehen und schloss sich im Winter den „Schnüdeln“ an, ebenfalls auf Leihbasis. Unter Kleinhenz stand er einmal in der Startelf und wurde dreimal eingewechselt. Ein Tor gelang Forkel noch nicht. Gegen den Jahn stand er nicht im Aufgebot.

Bundesliga-Stationen bei Frankfurt, Leverkusen und Schalke

Die beiden heimischen Fußballprofis in Diensten des FC Schweinfurt 05 dürfen sich nun auf einen bekannten Namen freuen. Wie der Klub ebenfalls am Mittwoch bekannt gab, wird Jermaine Jones die Mannschaft übernehmen. Der 44-Jährige spielte insgesamt 218 Mal für Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und den FC Schalke 04. Ferner spielte er bei den Blackburn Rovers und Besiktas Istanbul, ehe er seine Karriere in den USA ausklingen ließ.

Der Deutschamerikaner lief dreimal für die DFB-Auswahl in Freundschaftsspielen auf, entschied sich dann aber für die USA (69 Länderspiele). Als Trainer arbeitete er unter anderem in der U19 der US-Nationalmannschaft und zuletzt als Chefcoach des Central Valley Fuego FC aus Kalifornien in der 3. Liga.

„Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profifußball zurückblicken kann. Nun möchte er als Trainer dieses Wissen einbringen und der Mannschaft die nötigen Impulse und Erfahrungen mitgeben“, sagte Geschäftsführer Wolf zur Personalie. Und Jones ergänzte: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und kann es kaum erwarten mit der Mannschaft loszulegen. Wir wissen, dass mit dem Spiel in Duisburg eine große Aufgabe vor uns liegt. Aber genau für solche Spiele spielt man ja Fußball.“