Es gibt genau zwei Lesarten, wie dieser FDP-Parteitag am Wochenende zu bewerten sein könnte. Die eine lautet, die Liberalen leben noch und sie ringen hart miteinander, um die Zukunft ihrer Partei zu sichern. Der neue Parteichef Wolfgang Kubicki (FDP) weiß nun, dass er die verschiedenen Lager mitnehmen und versöhnen muss. Die zweite Interpretation klingt deutlich unfreundlicher: Die FDP vermag sich selbst dann nicht zu innerer Einigkeit oder zumindest demonstrativer Geschlossenheit aufzuraffen, wenn die eigene Existenz unmittelbar bedroht ist. Die überraschende Kandidatur Marie-Agnes Strack-Zimmermanns zeigt, wie wenig diese Partei verstanden hat, worum es jetzt geht.
FDP Die beste Karte – fürs Erste
Guido Bohsem 31.05.2026 - 19:43 Uhr