Ferien mit Seminar Überraschend vielfältig und abwechslungsreich

Drei Schüler des „Casis“ nehmen an einem besonderen Ferienseminar teil. Dabei machen sie unerwartete Erfahrungen.

Louisa, Helen und Jonathan sind gespannt auf die Physik-Vorlesung an der Bayreuther Uni. Foto: privat/privat

Aus Louisa Bergenthal und Helen Haas sprudelt es nur so heraus. Absolut vielseitig, interessant und abwechslungsreich sei es gewesen und viel, viel besser als gedacht oder wie es Helen lachend formuliert: „Ich hatte befürchtet, da gehen nur so richtige Nerds hin, so verkopfte Menschen, aber es war einfach mega.“

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Die beiden Schülerinnen der Q12 am Coburger Gymnasium Casimirianum denken begeistert an eine knappe Schulwoche in den Sommerferien zurück, die sie nicht mit „Chillen und Rumliegen“ verbrachten, sondern mit viel Aktivität, Kreativität und Input. Zusammen mit Jonathan Müller nahmen die beiden Freundinnen am jährlich, über das Bayerische Kultusministerium, stattfindenden „Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten“ in Pegnitz teil. Aus Oberfranken waren in diesem Jahr insgesamt 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start.

Mal was Neues

„Und das Programm war wirklich sehr interessant“, bestätigt auch Jonathan, der noch schmunzelnd dazufügt, dass er sonst wohl nicht so schnell mit Opern und Kunst in Berührung gekommen wäre.

Auf der Liste der Aktivitäten standen, unter anderem, ein Kennenlern-Workshop mit dem Intendanten des Fränkischen Theatersommers, der Besuch einer Generalprobe des „Fliegenden Holländers“ im Bayreuther Festspielhaus, Vorlesungen an der Uni Bayreuth, aber auch sportliche Aktionen wie eine Höhlenwanderung in der Fränkischen Schweiz mit anschließendem Kajakfahren auf der Wiesent und der Besuch des Pegnitzer Sana Klinikums. Hier gerät Louisa wieder ins Schwärmen: „Ich tendiere ja beruflich in Richtung Medizin“, erklärt sie, „und dort durften wir tatsächlich selber mit Hand anlegen und uns mit den Medizinstudenten austauschen. Das war super.“

Hilfreich für die Zukunft

Für die Schülerin, die sich, wie Freundin Helen, schon seit vielen Jahren kirchlich engagiert, in der Freizeit Klavier spielt und sportlich, unter anderem mit Skifahren, unterwegs ist, „etwas, das wirklich gut zur beruflichen Orientierung beigetragen hat.“

Die Voraussetzungen

Engagement und Sozialverhalten sind Kriterien, nach denen die Teilnehmer des Seminars ausgesucht werden. „Noten zählen schon auch“, so Helen, „aber sie sind nicht alleine ausschlaggebend.“ Sie, wie auch die anderen Beiden, musste sich über den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberfranken bewerben, und die Schule verfasste dazu ein Empfehlungsschreiben. Jonathan ist vor allem für den Umweltschutz unterwegs: Er engagiert sich in seiner Freizeit bei den Grünen und in der Umweltgruppe des „Casis“. Was sie alle Drei toll fanden neben dem vielfältigen Angebot? „Das Kennenlernen neuer Leute und das Knüpfen von Kontakten“.