Die Show ist noch längst nicht vorbei, als sich alle Beteiligten um ein - hach, die Symbolik - Lagerfeuer versammeln und Mike Krüger ein Lied auf seinen alten Kumpanen Gottschalk singt ("Mit "Wetten, dass..?" ist er zur Legende gereift und hat zufällig auf der Couch manche Dame gestreift"). Mittendrin hat Krüger einen Texthänger - und Gottschalk noch mal einen seiner berühmten Momente. "Mike ist der Nächste, der sich verabschiedet", sagt er. Ein Treffer.
Ein Ende im goldenen Konfetti-Regen
Danach setzt plötzlich "Rockin’ All Over the World" von Status Quo ein, noch so eine Chiffre aus dem Gottschalk-Werk. Er küsst seine Frau Karina, es fallen goldene Konfetti-Streifen von der Decke - und dann ist Gottschalk weg. Mitten in der Show, die danach noch mehr als zwei Stunden austrudelt.
Man könnte sagen, dass es ein ziemlich verhuschter, seltsam knapper Abschied für einen der größten Unterhalter des Landes ist. Kein großes Finale, keine Mega-Stars, kein langer Rückblick, kein pathetischer Abgesang. Stattdessen das Sandmännchen und eine Karnevals-Band.
Man kann es aber auch konsequent finden. "Die gute Laune ist bei mir relativ krankhaft", hatte Gottschalk 2020 mal der dpa gesagt. "Wenn ich sie verliere, sind die anderen schon am Heulen." Die Leute seien es von ihm einfach gewohnt, dass er gute Laune verbreite. Der große Tränenzieher-Abschied - würde das dazu passen?
Zu seinem Freund Günther Jauch sagt Gottschalk an diesem Abend: "Gelohnt hat sich alles."