Feste „to go“ Wolzn-Garten im Glas

Das Wolzn-Garten-Fest des Eberner Bürgervereins fällt auch dieses Jahr ins Wasser. Doch es gibt zumindest kulinarischen Ersatz. Und auch das Bratwurstfest am Muttertag ist heuer „to go“.

Den „Wolzn-Garten“ gibt es heuer zum Mitnehmen. Foto: /Stefan Andritschke

Ebern - Was für ein Jahr: Nicht nur Wiesn und Sambafest fallen aus, auch das Eberner Altstadtfest musste für 2021 erneut die Segel streichen. Und selbst im etwas kleineren Rahmen sieht es heuer schlecht aus: Leider wird auch kein Wolzn-Garten- Fest in diesem Jahr möglich sein. Auf gemütliches Zusammensitzen – im noch kleineren Kreis – soll aber dennoch nicht verzichtet werden, wie Stefan Andritschke vom Eberner Bürgerverein beruhigt: „Wenn Corona schon unser beliebtes Fest nicht zulässt, dann feiern wir halt trotzdem bei uns daheim. Deshalb findet der Wolzn-Garten heuer im Glas statt!“ Alles Wichtige gibt es dieses Jahr nämlich zum Mitnehmen: den Kuchen, von zahlreichen Helfern in diversen leckeren Sorten gebacken, die „Bratwürscht“ samt Kraut und das Bier (zum Einsatz kommt ein Liter Sonnenbräu aus Mürsbach), alles gibt es im Glas. Stefan Andritschke: „Man kann es abholen und daheim in kleiner Runde feiern mit wem es auch immer zulässig ist.“ Die Zutaten zu einem guten fränkischen Beisammensein wird der Bürgerverein am Sonntag, 16. Mai, nachmittags von 14 bis (mindestens) 16 Uhr im Hof des Heimatmuseums Ebern verkaufen. Gebeten wird um das Tragen von FFP2-Masken, Einhalten der üblichen Abstandsregeln und einem Verzehr nicht vor Ort. „Wie wir auch am Weihnachtsmarkt mit dem in Flaschen abgefüllten Bürgerpunsch ganz neue Möglichkeiten kennengelernt haben, so wollen wir uns auch jetzt von der Pandemie nicht unterkriegen lassen“, erklärt Stefan Andritschke. Der sonst übliche Plausch ist diesmal zumindest in den sozialen Medien auf den Facebook- und Instagram-Seiten des Bürgervereins unter #wolzngarten möglich.

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Schon am Sonntag (9. Mai) zum Muttertag freut sich der Eberner üblicherweise auf das Bratwurstfest der Heubacher Fleisch- und Wurstfreunde. Und natürlich ist auch das in diesem Jahr ganz anders und „to go“: Hausmacher- und Chili-Käse-Bratwurst sind ab 14 Uhr am Wohnmobilstellplatz in Ebern im Angebot, das Bier muss jeder aber selbst zuhause kalt stellen, und auch die Wurst darf nicht vor Ort verzehrt werden.

Und auch das für Mai geplante Waldfest der CSU-Ortsverbände Ebern und Jesserndorf am Weißfichtensee fällt Corona zum Opfer. „Schweren Herzens“, wie die beiden Vorsitzenden Sebastian Ott und Markus Fausten unterstreichen, „aber aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung natürlich nicht anders zu entscheiden“. Eigentlich sollte das von der Bevölkerung bestens angenommene Fest in schönster Natur turnusgemäß wieder alle zwei Jahre stattfinden. Zunächst wurde darüber nachgedacht, das Fest in den August zu verlegen, doch „wir wollen der ohnehin schon stark gebeutelten Gastronomie dann nicht auch noch Konkurrenz machen“, so der Eberner Vorsitzende Sebastian Ott. Demnach soll nach Überwindung der Krise mit Blasmusik, zünftiger Verpflegung und einer Hüpfburg für die Kinder erst in den kommenden Jahren wieder an die Tradition des Weißfichtensee-Festes angeknüpft werden.