Inside-Rodeo-Festival in Coburg Punkrock gegen Herbstblues

Zum zweiten Mal laden die Macher des Outside-Rodeo-Festivals zum Inside Rodeo ins Cosmos. Bands aus Kanada, Tschechien, Deutschland und den Niederlanden sind dabei am Start.

March aus den Niederlanden sind ein Highlight der europäischen Punkrockszene und Headliner am Samstagabend. Foto: Tjeerd Derkink

Im zarten Alter von 20 Jahren hat das kultige „Outside-Rodeo“-Festival 2024 Nachwuchs bekommen: Erstmals stellten die „Monsters of Rodeo e.V.“ ein herbstliches „Inside Rodeo“ auf die Beine, das beim Publikum so gut ankam, dass es nun eine zweite Auflage erlebt. Am 14. und 15. November dürfen sich Fans von Punkrock und Ska wieder auf ein „Klassentreffen der Herzen“ im Jugendkulturzentrum Cosmos am Coburger Ketschenanger freuen. Sieben Bands und zwei Solisten aus Nah (Bamberg) und Fern (Ontario) sind am Start, am Freitag regiert der deutsche Punkrock, am Samstag spielen internationale Rodeo Bands. Zudem beginnt vor Ort der Vorverkauf das Outside Rodeo am 17. und 18. Juli 2026 am Alten Güterbahnhof.

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Punk, Pop und schräge Texte

Los geht es am Freitag um 20 Uhr mit „Flausen“: Noihaus-Sängers David spielt in seinem Soloprojekt Akustikpunk ohne Lagerfeuerschmalz, dafür mit viel Herz und ordentlich Rotz. Seine deutsch- und englischsprachigen Songs handeln von Freiräumen, Aufbruch und Flugangst. „Werratal Egal“ nennen sich vier Freunde, die von sich sagen, sie machten drittklassigen Punk, aber erstklassigen Rock. Rasante Songs mit einer Prise Melodie treffen auf schräge Texte über gesellschaftliche Schieflagen und wichtige Themen wie Frisuren oder die schmerzliche Erkenntnis, dass auch Durst weh tun kann.

„Blaufuchs“ aus Hildesheim spielen Punkrock, der davon träumt, Pop zu sein. Die 2017 gegründete Band verbindet nordamerikanischen Pop-Punk mit deutschen Texten voller klarer Haltung. Ohne Rücksicht auf Szene-Konventionen präsentieren Blaufuchs ihr zweites Album „Bis jetzt ging alles gut“ live.

Elektro-Punk aus Leipzig: Soko Linx. Foto: Peter Leukhardt

Headliner des Freitagabends sind „Soko Linx“ aus Leipzig-Connewitz. Sie ködern ihr Publikum mit schnellem Beat, elektronischer Umrahmung und mehrstimmigem Gesang. Ihre Musik ist eine wilde Mischung aus Elektro-Punk und Rap – gesellschaftskritisch, politisch und gern provokant. Ein Markenzeichen der Band ist ihr maskierter Bühnenauftritt.

Der Samstag wird international

Den Samstag eröffnet um 19 Uhr Maximilian Adler aus Hof, der mit seiner Gitarre Musik macht, die heute selten geworden ist: handgemachten Akustik-Punkrock mit Folk-Einschlag. „ Slow Down Riley“ aus Bamberg bezeichnen ihre Musik als „endlosen Liebesbrief an die Pop-Punk-Nostalgie der 2000er – aber mit modernem Twist“. D ie vier Jungs liefern eingängige Songs auf internationalem Niveau, die live jede Bühne zum Beben bringen.

Die weiteste Anreise zum Inside Rodeo haben „The Penske File“ aus Ontario, Kanada. Seit ihrer Gründung 2010 sind die drei Freunde Alexander, James und Travis fast ununterbrochen live unterwegs. Ihre Musik bewegt sich zwischen Punk, Alternative Rock, Indie und Folk – roh, leidenschaftlich und ehrlich, genau wie die Landschaft, aus der sie stammen.

Roh, leidenschaftlich, ehrlich: The Penske File aus Kanada. Foto: Penske File

Die vierköpfige tschechische Punkband „Krang“ wurde 2014 gegründet und hat internationale Tourerfahrung – von Mexiko bis Japan. Ihr Markenzeichen: rasantes Tempo, präzise Gitarren und zwei starke Sänger. Krang verbinden energiegeladenen 90er-Skatepunk mit sozialkritischen Texten.

Headliner des Abends sind „March“. Die Band von der niederländisch-belgischen Grenze macht ihr ganz eigenes Ding aus Hard Rock, Punk und Stoner-Einflüssen. Nach zehn Jahren unermüdlichen Tourens und drei starken Alben haben sich March als echtes Highlight der europäischen Punkrockszene etabliert.

Ihre Mischung aus Rock und Punk verleiht den Songs eine rohe Kante, einen eingängigen Twist und eine klare, positive Botschaft. Sängerin Fleur Van Zuilen überzeugt mit ihrer unverwechselbar rauen Stimme, begleitet von einer Überdosis wilder Gitarrenriffs und einer Hochoktan-Rhythmussektion – für eine der intensivsten Liveshows des Festivals.

Inside Rodeo im Cosmos

Festival-Ticket
für beide Tage 35 Euro

Vorverkauf
im Toxic Toast und auf tixforgigs