Feuerwehrgerätehaus endlich eingeweiht Sehnlicher Wunsch wird Wirklichkeit

Jens Fertinger
Den Segnungsgottesdienst mit Einweihung von Haus und Fahrzeug teilten sich Pfarrerin Martina Posekardt und Dr. Antony Kollamparampil. Links im Bild die von Thomas Fischer gespendete Figur des Heiligen Florian. Foto: /Jens Fertinger

Das renovierte Feuerwehrhaus in Ditterswind wurde nun seiner Bestimmung übergeben. Ein Gottesdienst sowie ein Feier durften, nach zwei Jahren Corona-Zurückhaltung, nicht fehlen.

Ein seit Jahren gehegter Wunsch wurde an diesem Wochenende Wirklichkeit: Das umgebaute, erweiterte und renovierte Feuerwehrgerätehaus wurde kirchlich geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Das Wochenende umfasste ein umfangreiches Programm, bei dem es am Samstagnachmittag bei einer Großübung rund um das Gelände der Maschinen- und Lagerhalle Schad zum einen um das Verlegen der knapp einen Kilometer langen Schlauchleitung, zum anderen die simulierte Rettung von acht Vermissten in der Halle ging. Am Sonntag standen dann der Einweihungsgottesdienst und die Schauübung „Ende einer Disconacht“ schwerpunktmäßig auf dem Programm.

Zur Übung fanden sich Abordnungen aus den Wehren des Gemeindebereichs und der Umgebung ein; die Einsatzleitung war federführend besetzt mit der Kommandantin Susanne Eckl (FFW Ditterswind), Kreisbrandinspektor Andreas Franz (FFW-Dienstaufsicht) und Axel Braun (Atemschutzüberwachung). Um die Bergung der „Vermissten“ kümmerten sich Atemschutzträger der FFW Maroldsweisach beziehungsweise Ditterswind. Innerhalb einer knappen halben Stunde waren Rettung und Erstversorgung erfolgreich abgeschlossen. Unter die zahlreichen Schaulustigen hatten sich auch die „Feuer-(B)Engelchen“ aus Hafenpreppach als aufmerksame Zuschauer gemischt. – Gruppen, die nicht an der Atemschutzübung teilnahmen, legten die eingangs genannte Schlauchleitung und bewiesen ihr Können mit einer abschließenden Vorführung. Am Spätmittag traf man sich rund um das Feuerwehrhaus, wo Bürgermeister Wolfram Thein von der Marktgemeinde Maroldsweisach den Bieranstich vornahm.

Als Mittelpunkt des Sonntagnachmittags gestaltete sich die ökumenische Segensfeier mit der evangelischen Pfarrerin Martina Posekardt (Maroldsweisach) und MSGR Dr. Antony Kollamparampil (Katholische Pfarreiengemeinschaft Hofheim). Die Geistliche hob in ihrer Ansprache die Wichtigkeit von Teamgeist und ehrenamtlicher Tätigkeit heraus, die ihrer Ansicht nach ein Teil unserer Nächstenliebe darstellen. Dr. Kollamparampil nahm sodann die Segnung von Haus und Fahrzeug vor. Zum Abschluss des Gottesdienstes erklang traditionell das gemeinschaftlich gesungene „Ditterswinder Heimatlied“.

Kommandantin Susanne Eckl hieß nach dem Gottesdienst die zahlreich erschienenen Gäste willkommen, unter ihnen Landrat Wilhelm Schneider, Bürgermeister Wolfram Thein sowie die Vertreter der Feuerwehrdienstaufsicht mit Kreisbrandrat Ralf Dressel.

Wilhelm Schneider ergriff die Gelegenheit, sowohl die Ditterswinder Wehr für deren speziellen Einsatz bei der Neugestaltung des Feuerwehrhauses zu würdigen als auch allen Feuerwehrleuten für deren Engagement zu danken. Als Präsent überreichte er ein Landkreiswappen.

Wolfram Thein ging in seinem Grußwort näher auf Umstände und Kosten ein, die einerseits die Beschaffung des neuen TSF-W, andererseits den An- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses ermöglichten. Als Überraschung hatte dieser eine Wärmebildkamera „im Gepäck“.

Die Kommandantin nutzte die Stunde, um auf die „Figur des Heiligen Florian“ hinzuweisen, die bereits den Altar schmückte – ein persönliches Geschenk von Schlossbesitzer Thomas Fischer. Schließlich konnte Kreisbrandrat Ralf Dressel noch seine Glückwünsche für die Ditterswinder Wehr zum Ausdruck bringen, ehe man zum gemütlichen Teil des Nachmittags überging.

Den Abschluss der zweitägigen Veranstaltungsreihe bildete ein angenommener Verkehrsunfall mit zwei Verletzten, der sich am Ditterswinder Dorfplatz ereignet hatte. Gottlob sind solche schlimmen Ereignisse eher selten, doch auch sie kommen hin und wieder vor. Die Wehren aus Ditterswind, Ermershausen und Burgpreppach rückten zum Teil mit schwerem Gerät an, um die im Wageninnere bewusstlose Fahrerin möglichst schonend zu befreien. Letztendlich gelang dies, nachdem das PKW-Dach abgetrennt worden war und die verletzte Person über eine stabile Trage über die Rückenlehne aus dem demolierten Auto gerettet werden konnte.

 

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