München - «Holz kannn heute geradezu als der Exponent und Garant eines zukunftsorientierten Bauens bezeichnet werden», schrieb der niederbayerische CSU-Politiker nach dpa-Informationen an seinen Münchner Kabinettskollegen.
Die jüngsten technischen Entwicklungen ermöglichten den Architekten Holzkontruktionen in neuen Dimensionen und spaktakulärer Formgebung. «Gerade dem Freistaat als Forst- und Holzland Nummer eins in Europa stünde ein repräsentativer Spitzenbau aus Holz gut zu Gesicht.»
Der Konzertsaal ist das derzeit ehrgeizigste Kulturprojekt Bayerns und wird eine dreistellige Millionensumme kosten. Brunner kann sich bei seiner Forderung auf internationale Vorbilder für ehrgeizige Kulturbauten berufen: So steht in Chile seit 2010 am See Llanquihue das Teatro al Lago, ein hölzerner Bau für über 1100 Besucher, Heimstatt eines großen Kulturfestivals.
Und dass hölzerne Gebäude auch bei widrigen Bedingungen ebenso langlebig sein können wie Steinbauten, ist zu Genüge erwiesen: In Japan hat der im Jahr 607 errichtete Horyu-Ji Tempel inzwischen mehr als 1400 Jahre überdauert, wiewohl die häufigen Erdbeben und das im Sommer feucht-heiße Klima in Ostasien Holzbauten nicht unbedingt zuträglich sind.
Agrarminister Brunner sieht in einem Holzbau jedenfalls eine Chance für Bayern, «auch hier in der Champions League zu spielen». Deshalb solle Spaenle bei Aussschreibung und Architekturwettbewerb auch die Möglichkeit eines Holzbaus zulassen.