Ansbach - Eine romantische Ader muss das berühmte Findelkind Kaspar Hauser gehabt haben: Zu selbst gedichteten Versen malte der Findling kunstvoll Rosen. Außerdem zeichnete Hauser kleine Bildchen mit geheimer Codesprache, die dann an die Damenwelt weitergegeben wurden. Die aufwendig gemalten Äste eines Baums konnten so zum Beispiel für Uhrzeiger stehen. Die Botschaft eines objektiv simplen Pflaumenbaums lautete also: "Treffen um 15 Uhr unter dem Pflaumenbaum." Zu sehen sind die Hauser-Werke nun in einer Sonderausstellung im Ansbacher Markgrafenmuseum, die die Stadt ihrem berühmten Findelkind gewidmet hat.