Coburg - "Es ist strikt verboten, dass am Ende alle sterben!" Ein Blutbad darf Pascale Chevroton also nicht anrichten am kommenden Samstag auf der Coburger Bühne. Zwar erzählt uns die Regisseurin die bewegende Romeo und Julia-Geschichte im modernen Gewand, das Drama einer Liebe, die am blinden Hass scheitert. Aber Leonard Bernstein ist nicht William Shakespeare, und ein Musical bei aller Dramatik keine Tragödie. Mit einem Hoffnungsschimmer soll diese blutige Fehde enden, die nicht im Verona der Renaissance tobt, sondern in der Bronx des 20. Jahrhunderts - und nicht zwischen zwei Familienclans, sondern zwischen verfeindeten New Yorker Straßengangs. Denn Tony, der ehemalige Anführer der "Jets", verliebt sich ausgerechnet in Maria, die einem Mitglied der "Sharks" versprochen ist.
Feuilleton Die Mutter des Musicals
Von Dieter Ungelenk 07.03.2012 - 00:00 Uhr