Meiningen - Notfalls muss Ansgar Haag - seit 2005 Intendant des Meininger Theaters - den Spielautomaten aus der "West Side Story" plündern, um den von der Landespolitik versprochenen "Status Quo" der Theaterförderung in Thüringen aufzuwerten. Weil der Stiftungsrat der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach mit der Arbeit des Intendanten sehr zufrieden ist, hat er dessen Vertrag als Leiter der Theater in Meiningen und in Eisenach, der 2012 endet, um weitere fünf Jahre verlängert, bis zum 31. Juli 2017. Zur Vertragsunterzeichnung, zu der am Mittwoch auch die Stadtoberhäupter von Meiningen und Eisenach, Kupietz und Doht erschienen waren, betonte der Vorsitzende des Stiftungsrates, der thüringische Kulturstaatssekretär Dr. Thomas Deufel, nochmals, dass sein Haus die Theaterstandorte in Thüringen nicht in Frage stelle. Es ginge aber darum, im nächsten halben Jahr die Finanzierungsprobleme gemeinsam mit den Kommunen und Landkreisen anzugehen. Kupietz und Doht zeigten sich sehr zufrieden mit Haags Arbeit. Der Eisenacher OB steht, nach seinen Worten, zu dem Modell der Führung zweier selbstständiger Häuser in einer Regie und sieht bereits Fortschritte in der Besucher-resonanz in Eisenach. Auch Kupietz sicherte dem Theaterleiter volle Unterstützung zu und warnte zugleich vor zu erwartenden härteren Verteilungskämpfen zwischen den einzelnen Ressorts im Land und in den Kommunen. sis
Feuilleton Haag bleibt bis 2017 Chef in Meiningen
Redaktion 24.06.2010 - 00:00 Uhr