Coburg - Der Renaissance wird nachgesagt, sie sei ein Zeitalter der Erleuchtung: Wiege von Perspektive, Proportion, Naturerfassung und Porträtkunst. Nach vorangegangenen "dunkelsten Zeiten", wie Giorgio Vasari, der 1550 den Renaissance-Begriff prägte, schrieb, besannen sich im Quattro- und Cinquecento die Künstler auf den Humanismus der Antike. Namen wie Michelangelo, Raffael, Mantegna oder da Vinci stehen für die Lichtgestalten jener Epoche, mit der man die Überwindung des "finsteren Mittelalters" mit seinem düsteren theozentrischen Weltbild in eine neuzeitlich anthroposophische Geisteshaltung verwirklicht sah.
Feuilleton Knochen, Hexen und Dämonen
Von Cornelia Stegner 24.06.2015 - 00:00 Uhr