Coburg – Die Taschenpartitur auf den Knien, den Leuchtkugelschreiber im Anschlag, den Block vor sich auf der samtbezogenen Brüstung im ersten Rang des Landestheaters – so kennt man Martin Potyra als Theaterkritiker für die Neue Presse. Das Theater hatte es ihm angetan: Seine Besprechungen von Operetten-, Musical- und Ballettaufführungen vermochten es, den Leser/innen einen Eindruck dessen zu vermitteln, was sie szenisch und musikalisch erwartet; sie blieben – sei es Lob oder Kritik – sachlich fundiert und immer fair. Im Alter von 58 Jahren ist unser langjähriger Musikkritiker Martin Potyra nach schwerer Krankheit am Montag gestorben.