Coburg - Schatten huschen durch düstere Gassen, Wölfe heulen im finsteren Wald, der fahle Todesbote schleicht aus dem Spukschloss und bahnt sich seinen Weg durch die tobende See. Ein schaurig-schönes Panoptikum zieht uns in seinen Bann, und wenn es so etwas gibt wie eine Poesie des Grauens, dann sind die Akteure des Coburger Theater-Jugendclubs fabelhafte Poeten. Sie brauchen kein Bühnenbild, sie sind es. Sie benutzen keine special effects, sie machen sie. Nur die Stimmungen des Lichts und der expressiven Musik (des Filmkomponisten Peter Schirmann) nehmen sie zu Hilfe, alles andere erzeugen die 14 Nachwuchsschauspieler selbst. Ihre Körper und Stimmen beschwören die Albtraum-Atmosphäre und erzählen die unheimliche Geschichte von "Nosferatu".
Feuilleton Schaurig-schöne Poesie
Von Dieter Ungelenk 16.05.2011 - 00:00 Uhr