Es war kein Publikumsmagnet, aber ein charmanter Schauplatz des Coburger Kulturlebens und ein Paradies für Kinder: Das Coburger Puppenmuseum im Haus Rückertstraße 3, in dem der Dichter vor 200 Jahren lebte und liebte – hier lernte er seine spätere Frau Luise Wiethaus-Fischer kennen. 1987 von Carin und Hans Lossnitzer gegründet und 2007 von der Stadt übernommen, zeigte das Museum anhand von Spielzeug aus der Region anschaulich die Kindererziehung und das bürgerliche Leben im 19. Jahrhundert. Am Jahresende muss das es schließen, so hat es der Stadtrat im November beschlossen – aus Kostengründen. Das bedeutet auch das Aus für den ans Museum angedockten Ausstellungsraum „Rückert 3“, der seit 2019 ein Forum für lokale Kunst, Kultur und Geschichte bot. Auch waren Schätze aus den Städtischen Sammlungen hier zu sehen, die ansonsten im Depot lagern – denn ein Stadtmuseum mag sich Coburg nach wie vor nicht leisten.