Fit für die Zukunft PRO Coburg will Denkfabrik

Anderas Wolfger

Coburg soll zukunftsfähig bleiben. Ein Antrag fordert daher die Schaffung eines neuen Gremiums.

Coburg - Wohnen, Leben, Arbeiten, Migration und Mobilität gelten gemeinhin als Herausforderungen, denen sich Städte in den kommenden Jahren stellen müssen. Um für diese Zukunftsthemen Lösungen zu erarbeiten, fordert Pro Coburg in einem Stadtratsantrag nun die Einführung einer Coburger Zukunftsdenkfabrik. Die Koordination dieses Komitees soll bei dem städtischen Eigenbetrieb Coburg Marketing angesiedelt werden. Auch Kosten für das Projekt seien von dem Eigenbetrieb zu tragen.

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„In einer Zeit permanenter Transformation müssen nicht nur Unternehmen die Herausforderungen der Zukunft neu angehen“, heißt es in dem Antrag. Auch Kommunen und Regionen stünden vor der Aufgabe, sich gegen die Konkurrenz behaupten zu müssen. „In der Wirtschaft ist es bereits lange üblich, sich externe Hilfe zu holen“, erklärt Stadtrat Thomas Apfel. Und auch größere Städte würden bereits derartige Expertenkreise beschäftigen. Daher sei es auch für Coburg sinnvoll, ein zentrales Gremium, das ressortübergreifend, losgelöst und ohne Beteiligung der Politik, der Verwaltungsspitze sowie von Vorgaben vordenke. „Wenn von zehn Vorschlägen der Denkfabrik auch nur einer tatsächlich umgesetzt wird, haben wir schon etwas gewonnen“, betont Apfel. Politische Grundsatzentscheidungen und essenzielle Richtungsvorgaben sollten laut des Antrags von Pro Coburg zwar in die Diskussion einfließen, sie jedoch keinesfalls bestimmen.

Besetzt werden soll die Denkfabrik – nach Vorschlag von Pro Coburg – mit Vertretern aus Wirtschaft, Kultur, Verbänden, Fachleuten aus der Verwaltung sowie Experten der Hochschule. „Wir haben an der Hochschule Coburg ja unter anderem den Studiengang Zukunftsdesign“, berichtet Apfel. Hier habe man sicherlich viele gute Ideen, wie Coburg künftig aussehen solle. All dies seien jedoch lediglich Vorschläge. „Wir wollen bei der Auswahl der Experten für das Gremium nicht vorweggreifen“, betont er.